Nachschlagewerk

Filmbegriffe, erklärt.

In Angeboten, Treatments und Call Sheets stehen Begriffe, die man nur kennt, wenn man damit arbeitet. Hier sind sie erklärt – 375 Stück, in der Sprache der Auftraggeber:innen statt im Fachjargon. Von Achsensprung bis Zyklorama.

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180-Grad-Regel (Shutter)Kamera & Optik

auch: Shutter Angle

Faustregel, nach der die Verschlusszeit doppelt so kurz ist wie die Bildrate. Abweichungen wirken sofort: kürzer wird stroboskopisch hart, länger verschmiert die Bewegung.

2D-AnimationGrafik, Animation & VFX

Flächige Animation, oft im Stil der Corporate Identity. Günstiger als 3D und für Erklärvideos meist die passendere Wahl.

360-Grad-VideoFormate & Genres

auch: VR-Video

Rundumaufnahme, in der Zuschauende die Blickrichtung selbst bestimmen. Interessant für Rundgänge, in der Praxis aber selten, weil klassische Schnittdramaturgie hier nicht funktioniert.

3D-AnimationGrafik, Animation & VFX

Räumlich berechnete Animation. Unersetzlich, wenn ein Produkt im Inneren gezeigt oder etwas dargestellt werden soll, das es real noch nicht gibt.

4KDateien & Technik

auch: UHD · 2160p

Rund 3840 × 2160 Bildpunkte. Sinnvoll vor allem als Aufnahmeformat, weil es Reserve zum Beschneiden und Reframen gibt — auch wenn am Ende in HD ausgespielt wird.

6K / 8KDateien & Technik

Noch höhere Aufnahmeauflösungen. Interessant für starke Ausschnitte und Hochformat-Ableitungen, erzeugen aber erhebliche Datenmengen und Rechenlast.

A

A-RollAm Set

Das inhaltstragende Hauptmaterial, meist Interviews oder gespielte Szenen. Bildet die Tonspur, auf der die B-Roll aufsetzt.

AchsensprungBildgestaltung

auch: 180-Grad-Regel · Line Crossing

Wechsel der Kamera auf die andere Seite der gedachten Handlungsachse. Führt dazu, dass Personen im Schnitt plötzlich die Richtung tauschen — für Zuschauende irritierend, auch wenn sie den Grund nicht benennen können.

Ad CutAusspielung & Plattformen

auch: Werbeschnitt · Performance Cut

Eigene Schnittfassung für bezahlte Werbung, meist mit sehr kurzem Einstieg und früher Markennennung. Unterscheidet sich bewusst vom organischen Schnitt.

Adaptive StreamingAusspielung & Plattformen

auch: HLS · DASH

Technik, die die Videoqualität automatisch an die Verbindung anpasst. Der Grund, warum ein Video bei schlechtem Empfang unscharf wird statt zu stocken.

AftermovieFormate & Genres

Die schnelle, rhythmische Zusammenfassung eines Events, oft musikgetrieben und ohne Sprache. Zweck ist selten die Dokumentation, sondern die Lust auf die nächste Ausgabe.

AKM/GEMATon

auch: Verwertungsgesellschaft · AKM · GEMA

Verwertungsgesellschaften, die Rechte an Musik verwalten — AKM in Österreich, GEMA in Deutschland. Wer bekannte Musik nutzen will, zahlt hier zusätzlich; GEMA-freie Lizenzmusik vermeidet das.

AlphakanalGrafik, Animation & VFX

auch: Alpha · Transparenz

Zusätzlicher Kanal, der Transparenz speichert. Nötig, wenn Grafiken über anderes Material gelegt werden sollen — und der Grund, warum Logos als PNG oder mit ProRes 4444 geliefert werden.

AmerikanischeBildgestaltung

auch: Cowboy Shot

Schnitt oberhalb der Knie — historisch so gewählt, dass im Western der Revolvergurt im Bild blieb. Heute eine bequeme Größe für Gespräche im Stehen.

AnamorphotKamera & Optik

auch: Anamorphotisch · Anamorphic

Objektivbauart, die das Bild optisch staucht und erst beim Entzerren das breite Kinoformat ergibt. Erzeugt ovale Lichtreflexe und horizontale Flares — ein sehr erkennbarer Kino-Look.

AngebotKaufmännisches

auch: Kostenvoranschlag · Offerte

Verbindliche Aufstellung von Leistung und Preis. Ein gutes Angebot listet auch, was nicht enthalten ist — dort entstehen sonst die Diskussionen.

AnimaticKonzept & Vorbereitung

Das Storyboard als bewegte Abfolge mit Timing und provisorischer Tonspur. Zeigt das Tempo des Films, lange bevor gedreht wird.

AnzahlungKaufmännisches

auch: Vorauszahlung · Teilrechnung

Teilzahlung vor Produktionsbeginn, häufig ein Drittel bis die Hälfte. Deckt Vorleistungen wie Technikmiete und Teambuchung ab.

Arbeitszeit am SetRecht & Organisation

auch: Ruhezeiten

Auch Filmdrehs unterliegen dem Arbeitszeitrecht, inklusive Pausen und Ruhezeiten zwischen zwei Drehtagen. Bei mehrtägigen Produktionen ein realer Planungsfaktor.

ArchivierungDateien & Technik

Langfristige Aufbewahrung von Rohmaterial und Master. Sollte vertraglich geregelt sein — viele Produktionen halten Rohmaterial nur für einen begrenzten Zeitraum vor.

AssemblySchnitt & Montage

auch: Rohmontage

Erste grobe Aneinanderreihung der brauchbaren Aufnahmen in Reihenfolge. Noch kein Film, sondern eine Bestandsaufnahme.

AtmoTon

auch: Ambience · Atmosphäre

Die Klangkulisse eines Ortes: Werkstattgeräusche, Straßenlärm, Bürogemurmel. Ohne Atmo wirkt ein Film steril, weil absolute Stille in der Realität nie vorkommt.

Audio-SyncTon

auch: Synchronisation · Sync

Das Zusammenführen von separat aufgezeichnetem Ton und Bild. Läuft heute automatisch über Timecode oder Wellenformabgleich.

Auf-/AbblendeSchnitt & Montage

auch: Fade in · Fade out

Übergang von oder nach Schwarz. Markiert Anfang und Ende eines Films oder Kapitels.

AufhellungLicht

auch: Fill Light · Fülllicht

Weiches Licht von der Gegenseite, das die Schatten des Führungslichts aufhellt. Über ihre Stärke wird der Kontrast gesteuert — nicht über die Helligkeit des Hauptlichts.

AuflösungDateien & Technik

auch: Resolution

Anzahl der Bildpunkte, etwa 1920 × 1080 für Full HD. Mehr Auflösung heißt nicht automatisch besseres Bild — Optik, Licht und Codec wiegen schwerer.

AufnahmeleitungAm Set

auch: Produktionsleitung · Line Producer

Organisiert den Drehtag: Zeitplan, Catering, Parkplätze, Genehmigungen, Ansprechpartner vor Ort. Unsichtbar, wenn sie gut ist.

AufsichtBildgestaltung

auch: Vogelperspektive · High Angle

Kamera oberhalb, Blick nach unten. Verkleinert das Motiv und schafft Überblick — bei Menschen mit Vorsicht einzusetzen, weil es sie schwach wirken lässt.

AugenhöheBildgestaltung

auch: Normalperspektive

Kamera auf Augenhöhe der Person. Neutral und auf Augenhöhe im Wortsinn — die Voreinstellung für glaubwürdige Interviews.

AutoplayAusspielung & Plattformen

Automatisches Starten des Videos, meist stumm. Der Grund, warum die erste Einstellung ohne Ton funktionieren muss.

Available LightLicht

auch: Vorhandenes Licht · Natürliches Licht

Drehen mit dem Licht, das ohnehin da ist. Schnell und unaufdringlich, aber abhängig von Wetter und Tageszeit — und ohne Reserve, wenn es dunkler wird.

B

B-RollAm Set

auch: Schnittbilder · Zwischenschnitte

Ergänzendes Bildmaterial, das über O-Töne gelegt wird: Hände bei der Arbeit, Details, Räume. Ohne ausreichend B-Roll bleibt im Schnitt nur die sprechende Person — und der Film wird zäh.

BandingFarbe & Look

auch: Streifenbildung

Sichtbare Stufen in weichen Verläufen, etwa im Himmel oder auf einer Wand. Folge zu geringer Bit-Tiefe oder zu starker Kompression.

BarrierefreiheitAusspielung & Plattformen

auch: Accessibility · A11y

Zugänglichkeit für Menschen mit Einschränkungen: Untertitel, ausreichender Kontrast, Audiodeskription. Für öffentliche Stellen verpflichtend, für alle anderen zunehmend erwartet.

BauchbindeSchnitt & Montage

auch: Lower Third · Namensinsert

Texteinblendung im unteren Bilddrittel mit Name und Funktion. Erscheint einmal je Person, nicht bei jeder Einstellung.

Beauty ShotBildgestaltung

auch: Hero Shot

Die eine Einstellung, die ein Produkt so gut aussehen lässt wie irgend möglich: Makro, langsame Bewegung, Licht, das über Oberflächen wandert. Anders als der Packshot darf hier Stimmung mitspielen. Beauty Shots kosten Zeit – für zehn Sekunden fertiges Material sind zwei bis drei Stunden am Set normal.

Produktfilm Wien →

Behind the ScenesFormate & Genres

auch: BTS · Making-of

Material vom Dreh selbst: Team beim Aufbau, Zwischenmomente, die Kamera hinter der Kamera. Für Unternehmen ein günstiger Nebenertrag des Drehtags, der auf Social Media oft besser läuft als der fertige Film – weil er ungeschminkt wirkt. Muss vorab vereinbart sein, sonst fehlt am Set die Person, die es aufnimmt.

So läuft ein Drehtag ab →

Best BoyAm Set

Rechte Hand des Gaffers: Materialdisposition, Kabel, Stative, Nachschub. Trotz des Namens geschlechtsunabhängig besetzt.

BetriebshaftpflichtRecht & Organisation

auch: Haftpflichtversicherung

Versicherung für Schäden, die während der Produktion an fremdem Eigentum entstehen. Viele Locations verlangen einen Nachweis, bevor sie den Zutritt erlauben.

BetriebsratRecht & Organisation

auch: Mitbestimmung

Bei Drehs im Unternehmen kann die Zustimmung des Betriebsrats erforderlich sein, sobald Mitarbeitende gefilmt werden. Frühzeitig klären erspart eine Absage am Drehtag.

BildkompositionBildgestaltung

auch: Framing · Kadrierung

Die Anordnung aller Elemente im Bildausschnitt. Entscheidet darüber, wohin der Blick zuerst fällt — und damit, was hängen bleibt.

BildrateDateien & Technik

auch: fps · Framerate · Bilder pro Sekunde

Wie viele Einzelbilder pro Sekunde aufgezeichnet werden. In Europa sind 25 fps der Standard, 50 fps geben Reserve für halbe Zeitlupe, 100 fps und mehr für starke Verlangsamung.

Bildrechte an KunstwerkenRecht & Organisation

auch: Panoramafreiheit

Kunstwerke, Fassaden und Ausstellungsstücke können eigenen Rechten unterliegen. Die Panoramafreiheit deckt öffentlich und dauerhaft Sichtbares ab, aber nicht jeden Innenraum.

BildstabilisierungKamera & Optik

auch: IBIS · OIS · Stabilisierung

Ausgleich von Verwacklungen in Kamera oder Objektiv. Hilfreich aus der Hand, ersetzt aber kein Stativ — und kann bei Schwenks unschöne Nachschwinger erzeugen.

BitrateDateien & Technik

auch: Datenrate

Datenmenge pro Sekunde Video. Höhere Bitrate heißt mehr Detail, besonders bei Bewegung, Regen, Konfetti oder Laub — genau dort bricht eine zu niedrige Bitrate sichtbar zusammen.

Blaue StundeLicht

auch: Blue Hour

Die Dämmerungsphase, in der der Himmel tiefblau leuchtet und Innenlichter schon brennen. Ideal für Gebäudeaufnahmen, dauert aber nur rund zwanzig Minuten.

BlendeKamera & Optik

auch: Aperture · f-Stop · T-Stop

Regelt, wie viel Licht durchs Objektiv fällt, und bestimmt gleichzeitig die Schärfentiefe. Kleine Zahl heißt weit geöffnet, viel Licht und wenig Schärfentiefe. Bei Cine-Objektiven wird statt f- der gemessene T-Stop angegeben.

BlockingAm Set

Festlegung, wo sich Personen und Kamera während einer Einstellung bewegen. Wird vor dem Licht geprobt, weil das Licht davon abhängt.

BokehKamera & Optik

Die Zeichnung der unscharfen Bereiche. Kein Maß für Schärfe, sondern für die Anmutung der Unschärfe — weich und rund gilt als angenehm, kantig und nervös als unruhig.

BrandfilmFormate & Genres

auch: Markenfilm

Die größte Form: eine Markengeschichte mit Kino-Anspruch, oft mit Drehbuch, Schauspiel und mehreren Drehtagen. Das Produkt tritt in den Hintergrund, die Haltung nach vorn. Entsprechend aufwendig in Konzept und Budget.

BrennweiteKamera & Optik

Bestimmt den Bildwinkel und damit, wie viel ins Bild passt. Kurze Brennweiten wirken weit und dynamisch, lange verdichten den Raum und schmeicheln Gesichtern. Die Wahl ist eine gestalterische, keine praktische.

BriefingKonzept & Vorbereitung

Die Aufgabenstellung des Auftraggebers: Ziel, Zielgruppe, Botschaft, Kanal, Budget, Termin. Je präziser das Briefing, desto weniger Korrekturschleifen später. Ein gutes Briefing beschreibt das Problem, nicht die Lösung.

BuyoutRecht & Organisation

auch: Total Buyout

Pauschale Abgeltung aller Nutzungsrechte, meist zeitlich und räumlich unbegrenzt. Teurer im Angebot, aber ohne spätere Nachforderungen.

C

Call SheetKonzept & Vorbereitung

auch: Tagesdisposition · Dispo

Das Tagesblatt für alle Beteiligten: Wer ist wann wo, welche Szenen stehen an, wo wird geparkt, wann gibt es Essen, wer ist im Notfall erreichbar. Wird am Vorabend verschickt.

Call to ActionKonzept & Vorbereitung

auch: CTA · Handlungsaufforderung

Die Aufforderung am Ende des Films: anrufen, anfragen, Website besuchen. Ohne CTA endet ein guter Film in Wohlwollen statt in einer Anfrage.

Car RigKamera & Optik

Befestigung der Kamera an einem Fahrzeug, etwa mit Saugnäpfen oder Spanngurten. Ermöglicht Fahraufnahmen von außen; Aufbau und Sicherung gehören in geübte Hände.

Case-Study-FilmFormate & Genres

auch: Referenzfilm · Success Story

Erzählt ein konkretes Projekt entlang von Ausgangslage, Lösung und Ergebnis. Besonders im B2B stark, weil er Kompetenz an einem echten Fall belegt statt zu behaupten. Häufig kombiniert mit einem Testimonial.

CastingKonzept & Vorbereitung

Auswahl der Personen vor der Kamera. Im Unternehmensfilm häufig ein internes Casting: Wer im Team kann frei sprechen, ohne zu erstarren? Das entscheidet mehr über die Wirkung als jede Kameraeinstellung.

Chroma SubsamplingFarbe & Look

auch: 4:2:0 · 4:2:2 · 4:4:4

Verfahren, das Farbinformation stärker komprimiert als Helligkeit, weil das Auge sie weniger genau wahrnimmt. Für Greenscreen und starkes Grading ist mindestens 4:2:2 sinnvoll.

ClippingTon

auch: Übersteuerung · Verzerrung

Digitale Übersteuerung, bei der Signalspitzen abgeschnitten werden. Klingt hart und knackend und lässt sich nicht reparieren — nur neu aufnehmen.

COB-LichtLicht

auch: Chip on Board · Punktlicht

Kompakte, sehr helle LED-Punktquelle, an die verschiedene Formern angesetzt werden. Der Arbeitspferd-Scheinwerfer heutiger Sets.

CodecDateien & Technik

Verfahren zur Komprimierung von Video. Bestimmt Dateigröße, Qualität und wie gut sich das Material schneiden lässt — der wichtigste technische Parameter nach der Auflösung.

Color GradingFarbe & Look

auch: Farbgestaltung · Grading · Sekundäre Korrektur

Der gestalterische Schritt danach: Der Film bekommt eine Handschrift — wärmer, kühler, kontrastreicher, entsättigt. Hier entsteht ein erheblicher Teil dessen, was Zuschauende als Qualität empfinden.

Color Grading: so arbeiten wir →

Color Space TransformFarbe & Look

auch: CST · Farbraumtransformation

Übersetzt das Log-Material einer Kamera in einen einheitlichen Arbeitsfarbraum und am Ende zurück in den Ausspielfarbraum. Der Grund, warum sich Material aus zwei verschiedenen Kameras im selben Film mischen lässt, ohne dass man den Wechsel sieht.

Color Grading: so arbeiten wir →

CompositingGrafik, Animation & VFX

Das Zusammensetzen mehrerer Bildebenen zu einem Bild. Reicht vom eingefügten Bildschirminhalt bis zur kompletten Hintergrundersetzung.

ContainerDateien & Technik

auch: Dateiformat · MOV · MP4 · MXF

Die Hülle, die Bild-, Ton- und Zusatzspuren zusammenhält. Die Endung sagt wenig über die Qualität — entscheidend ist der Codec darin.

Corporate IdentityGrafik, Animation & VFX

auch: CI · Styleguide · Markenrichtlinie

Die verbindlichen Gestaltungsvorgaben einer Marke: Farben, Schriften, Logoabstände. Gehört vor Beginn der Grafikarbeit übermittelt, sonst wird zweimal gebaut.

CRILicht

auch: Farbwiedergabeindex · TLCI

Maß dafür, wie natürlich eine Lichtquelle Farben wiedergibt. Billige LEDs mit niedrigem CRI lassen Hauttöne fahl wirken — ein Fehler, der sich in der Farbkorrektur nur mühsam beheben lässt.

Crop-FaktorKamera & Optik

auch: Formatfaktor

Umrechnungsfaktor zwischen Sensorgrößen. Ein 50-mm-Objektiv wirkt an einem Super-35-Sensor wie etwa 75 mm am Vollformat — die Brennweite bleibt gleich, der Bildausschnitt wird enger.

CutawayAm Set

Kurze Einstellung abseits der Haupthandlung, die Schnitte kaschiert und Zeit überbrückt. Das wichtigste Werkzeug, um Interviews unsichtbar zu kürzen.

D

Data WranglingDateien & Technik

auch: DIT · Datenmanagement

Das kontrollierte Kopieren und Prüfen des Materials am Set, mit Prüfsummenabgleich. Klingt nach Verwaltung, verhindert aber den einen Fehler, der ein ganzes Projekt kostet.

DatensicherungDateien & Technik

auch: Backup · 3-2-1-Regel

Mehrfaches Sichern des Drehmaterials, üblicherweise noch am Drehtag auf zwei getrennte Datenträger. Eine Speicherkarte ist keine Sicherung, sondern ein Risiko.

DetailaufnahmeBildgestaltung

auch: Extreme Close-up · Insert

Ausschnitt eines Details: Hände, Werkzeug, Materialoberfläche. Trägt im Imagefilm oft mehr Information über Qualität als jede Aussage.

DiffusionsfilterKamera & Optik

auch: Pro-Mist · Black Mist

Filter, der Lichter leicht ausblühen lässt und harte Kontraste mildert. Nimmt digitalen Aufnahmen die klinische Schärfe und wird deshalb gern für weiche Porträts eingesetzt.

DiffusorLicht

auch: Diffusion · Diffusionsfolie

Halbtransparentes Material, das Licht streut und weicher macht. Vom Profi-Rahmen bis zum Backpapier — physikalisch macht die Fläche den Unterschied, nicht der Preis.

Director of PhotographyAm Set

auch: DoP · DP · Kameramann · Kamerafrau · Bildgestaltung

Verantwortet das Bild: Kameraführung, Objektivwahl, Licht und Look. Übersetzt die Absicht der Regie in konkrete Entscheidungen über Brennweite, Blende und Lichtstimmung.

DNxHD / DNxHRDateien & Technik

Das Gegenstück zu ProRes aus der Avid-Welt. Erfüllt denselben Zweck als Zwischen- und Masterformat.

Dokumentarischer StilFormate & Genres

auch: Doku-Stil · Documentary Style

Beobachtende Erzählweise ohne Inszenierung: echte Situationen, echte Menschen, keine Schauspielerei. Wirkt glaubwürdig, verlangt aber Drehzeit und Geduld, weil sich die guten Momente nicht bestellen lassen.

DollyKamera & Optik

Rollwagen für die Kamera, meist auf Schienen. Ergibt sehr gleichmäßige Fahrten und einen Look, den Handkamera nicht erreicht.

DramaturgieKonzept & Vorbereitung

Der Spannungsaufbau über die Laufzeit: Wo beginnt der Film, wo kippt er, wo endet er. Auch ein 90-Sekunden-Imagefilm braucht sie, sonst ist er eine Aufzählung.

Dreh im laufenden BetriebAm Set

auch: Live-Betrieb · Dreh ohne Sperrung

Gedreht wird, während Gäste, Kund:innen oder Mitarbeiter:innen ganz normal weitermachen. Spart die Kosten einer Schließung und liefert echte Atmosphäre, verlangt aber ein kleines Team, leises Equipment und geklärte Persönlichkeitsrechte für alle, die erkennbar ins Bild kommen. Standard bei Restaurant-, Hotel- und Recruitingfilmen.

Restaurantvideo Wien →

DrehbuchKonzept & Vorbereitung

auch: Skript · Script

Szenengenaue Ausarbeitung mit Dialogen, Handlung und Ort. Bei inszenierten Filmen unverzichtbar, bei dokumentarischen Formaten durch einen Fragenkatalog ersetzt.

DrehplanKonzept & Vorbereitung

auch: Shooting Schedule

Zeitliche Ordnung des Drehtags — nicht nach Story, sondern nach Effizienz: alles an einem Ort, alles mit einem Licht, alles mit derselben Person am Stück. Deshalb wird fast nie in der Reihenfolge des fertigen Films gedreht.

So läuft ein Drehtag ab →

DrehtagAm Set

Die übliche Abrechnungseinheit einer Produktion, meist zehn Stunden inklusive Auf- und Abbau. Ein zweiter halber Drehtag ist fast nie halb so teuer wie ein ganzer.

Ablauf eines Drehtags →

DreipunktlichtLicht

auch: Three-Point Lighting

Grundschema aus Führungslicht, Aufhellung und Gegenlicht. Kein Gesetz, aber die verlässlichste Ausgangslage für Interviews — und der Punkt, von dem aus man bewusst abweicht.

DrittelregelBildgestaltung

auch: Rule of Thirds

Gestaltungsregel, die das Bild in neun Felder teilt und Motive auf die Linien setzt. Eine brauchbare Voreinstellung, keine Vorschrift — mittige Kompositionen können stärker sein.

DrohnengenehmigungRecht & Organisation

auch: Betriebsbewilligung · Austro Control

In Österreich ist der Drohnenbetrieb registrierungs- und je nach Kategorie genehmigungspflichtig, mit besonderen Auflagen über Menschen und in Städten. Gehört mit Vorlauf geklärt, nicht am Drehtag.

DrohnenvideoFormate & Genres

auch: Luftaufnahmen · Aerials

Aufnahmen aus der Luft, meist zur Einordnung eines Standorts oder als Auftakt. Sparsam eingesetzt stark, inflationär eingesetzt beliebig — und in Österreich genehmigungspflichtig.

DSGVORecht & Organisation

auch: Datenschutz · GDPR

Datenschutzgrundverordnung. Betrifft Filmproduktionen bei erkennbaren Personen, bei der Speicherung von Aufnahmen und bei der Einbettung von Videos auf Websites.

Dual Base ISOKamera & Optik

auch: Dual Native ISO

Sensoren mit zwei nativen Empfindlichkeiten. Der zweite Basiswert erlaubt Aufnahmen bei wenig Licht, ohne den Rauschanstieg, den ein einfaches Hochregeln mit sich brächte — praktisch für Nacht- und Available-Light-Drehs.

DuckingTon

Automatisches Absenken der Musik, sobald jemand spricht. Hält Sprache verständlich, ohne dass die Musik ganz verschwindet.

DynamikumfangFarbe & Look

auch: Dynamic Range · Blendenstufen

Der Kontrastbereich zwischen dunkelstem und hellstem noch gezeichnetem Bereich, gemessen in Blendenstufen. Entscheidet, ob bei einem Gegenlichtfenster beides erhalten bleibt: Gesicht und Aussicht.

Color Grading: so arbeiten wir →

E

EinbettungAusspielung & Plattformen

auch: Embed · iframe

Einbinden eines gehosteten Videos in eine Website. Datenschutzrechtlich relevant, weil dabei Daten an den Anbieter fließen.

EinstellungsgrößeBildgestaltung

auch: Shot Size

Wie nah die Kamera am Motiv ist — von der Totale bis zum Detail. Die Abfolge der Größen erzeugt Rhythmus; wer immer gleich nah bleibt, langweilt unabhängig vom Inhalt.

Employer BrandingKonzept & Vorbereitung

auch: Arbeitgebermarke

Der Ruf eines Unternehmens als Arbeitgeber – und die Arbeit daran. Ein Recruitingfilm ist das sichtbarste Werkzeug dafür, ersetzt die Strategie aber nicht: Er kann nur zeigen, was im Betrieb tatsächlich gelebt wird. Wer die Arbeitgebermarke erst im Film erfindet, produziert Enttäuschung in der Probezeit.

Employer-Branding-Videos Wien →

Employer Value PropositionKonzept & Vorbereitung

auch: EVP · Arbeitgeberversprechen

Die ein bis drei Gründe, warum jemand genau hier arbeiten sollte und nicht beim Mitbewerber zwei Straßen weiter. Sie ist der Kern jedes Recruitingfilms: Steht die EVP nicht vor dem Dreh fest, erzählt der Film alles und damit nichts. Gute EVPs sind konkret („Vier-Tage-Woche in der Produktion“) statt generisch („flache Hierarchien“).

Employer-Branding-Videos Wien →

EnthallungTon

auch: Dereverb

Nachträgliche Reduktion von Raumhall. Rettet Aufnahmen aus großen, kahlen Räumen — besser ist, den Hall gar nicht erst aufzunehmen.

EntrauschenTon

auch: Denoise · Rauschunterdrückung

Nachträgliches Entfernen von Störgeräuschen wie Lüftungsbrummen. Funktioniert erstaunlich gut, klingt bei zu starkem Eingriff aber blechern.

EquipmentversicherungRecht & Organisation

auch: Technikversicherung

Deckt Schäden und Diebstahl an Kamera- und Lichttechnik. Bei gemietetem Equipment in der Regel Voraussetzung für die Anmietung.

ErklärvideoFormate & Genres

auch: Explainer · Explainer Video

Erklärt ein Produkt, eine Dienstleistung oder einen Ablauf Schritt für Schritt. Kann als Realdreh, als Animation oder als Mischung entstehen. Erfolgsmaßstab ist nicht Schönheit, sondern ob danach weniger Rückfragen kommen.

Erste RegieassistenzAm Set

auch: 1st AD · Regieassistenz

Hält den Drehplan zusammen und gibt das Tempo am Set vor. Kündigt an, was als Nächstes kommt, und sorgt dafür, dass alle Gewerke gleichzeitig fertig sind.

Establishing ShotAm Set

auch: Etablierende Einstellung

Die einordnende Einstellung zu Beginn einer Sequenz: Wo sind wir? Meist weit, oft die Außenansicht eines Gebäudes.

EventfilmFormate & Genres

auch: Eventvideo

Dokumentation einer Veranstaltung: Bühne, Publikum, Stimmung, Kernaussagen. Ergibt meist zwei Fassungen — einen kurzen Aftermovie für Social und einen längeren Rückblick für die Website.

ExportDateien & Technik

auch: Rendern · Ausspielung

Berechnung der fertigen Videodatei aus der Schnittfassung. Für jeden Kanal mit eigenen Einstellungen, weil YouTube andere Anforderungen hat als eine PowerPoint-Präsentation.

F

False ColorKamera & Optik

Darstellung, die Helligkeitswerte in Falschfarben übersetzt. Erlaubt es, Hauttöne und ausgefressene Lichter auf einen Blick zu prüfen.

FarbfolieLicht

auch: Gel · CTB · CTO

Folie vor der Lampe, die Lichtfarbe verändert. CTO wärmt, CTB kühlt — so lassen sich Kunstlicht und Tageslicht auf eine gemeinsame Farbtemperatur bringen.

FarbtemperaturLicht

auch: Kelvin · K

Maß für die Lichtfarbe in Kelvin. Rund 3200 K entsprechen warmem Kunstlicht, etwa 5600 K dem Tageslicht. Mischt man beide unkontrolliert, entstehen Gesichter mit zwei Farbstichen.

FeinschnittSchnitt & Montage

auch: Fine Cut

Ausarbeitung von Rhythmus, Übergängen und Timing auf den Frame genau. Hier entsteht das Gefühl, dass ein Film „sitzt“.

FestbrennweiteKamera & Optik

auch: Prime · Prime-Objektiv

Objektiv mit unveränderlicher Brennweite. Meist lichtstärker, schärfer und leichter als ein Zoom — dafür muss man sich mit den Füßen bewegen statt am Ring zu drehen.

FestpreisKaufmännisches

auch: Pauschale · Pauschalangebot

Fixer Preis für einen klar umrissenen Leistungsumfang. Gibt beiden Seiten Sicherheit, verlangt aber ein sauber definiertes Ergebnis.

Unsere Fixpreis-Pakete →

Field RecorderTon

auch: Audiorecorder · Tonrecorder

Eigenständiges Aufnahmegerät für Ton, getrennt von der Kamera. Bietet bessere Vorverstärker und mehr Spuren als jede Kamera.

FilmkornFarbe & Look

auch: Grain

Bewusst hinzugefügte feine Körnung. Nimmt digitalen Bildern die Sterilität und kaschiert Banding in glatten Flächen.

FokusKamera & Optik

auch: Schärfe · Schärfeebene

Die Ebene, in der das Bild scharf abgebildet wird. Im Film meist manuell gesetzt, weil der Autofokus nicht weiß, welches Detail erzählerisch wichtig ist.

Fokus-PeakingKamera & Optik

auch: Peaking · Schärfeindikator

Farbige Markierung der scharfen Kanten im Monitorbild. Hilfsmittel beim manuellen Fokussieren, besonders bei geringer Schärfentiefe.

FoleyTon

auch: Geräuschemacher

Nachträglich im Studio eingespielte Alltagsgeräusche — Schritte, Stoffrascheln, Tassen. Klingt oft echter als der Originalton, weil er isoliert und kontrolliert entsteht.

Follow FocusKamera & Optik

Mechanik am Objektiv, mit der die Schärfe präzise und wiederholbar gezogen wird. Erlaubt markierte Endpunkte für geplante Schärfeverlagerungen.

Food-StylingAm Set

auch: Food Stylist · Speisen-Styling

Das Herrichten von Speisen und Getränken für die Kamera, damit sie auch nach zwanzig Minuten unter Licht noch frisch aussehen. Beim Restaurantvideo übernimmt das meist die Küche selbst mit Anleitung vom Set – ein eigener Food Stylist lohnt sich erst bei Kampagnen und Produktfilmen für Lebensmittel.

Restaurantvideo Wien →

FragenkatalogKonzept & Vorbereitung

auch: Interviewleitfaden

Vorbereitete Fragen für O-Ton-Aufnahmen. Wird den Befragten bewusst nicht wörtlich vorab gegeben — sonst kommen auswendig gelernte Antworten statt echter Sätze.

FrameDateien & Technik

auch: Einzelbild

Ein einzelnes Bild des Videos. Bei 25 fps dauert es 40 Millisekunden — die kleinste Einheit, in der im Schnitt gearbeitet wird.

FreigabeKonzept & Vorbereitung

auch: Approval · Abnahme

Die verbindliche Zustimmung zu einem Zwischenstand — Treatment, Rohschnitt, Endfassung. Jede Freigabe schließt eine Phase ab; wer sie überspringt, diskutiert später Grundsätzliches an der falschen Stelle.

FreistellungKamera & Optik

Das Abheben einer Person vom Hintergrund durch Unschärfe, Licht oder Farbkontrast. Ein zentrales Mittel, damit ein Bild nicht flach wirkt.

FremdkostenKaufmännisches

auch: Durchlaufende Posten

Kosten, die die Produktion für den Auftraggeber verauslagt: Location-Miete, Schauspielergagen, Musiklizenzen. Werden meist ohne oder mit geringem Aufschlag weitergegeben.

FresnelLicht

Scheinwerfer mit Stufenlinse, dessen Lichtkegel sich von weich bis spot regeln lässt. Gibt kontrolliertes, gerichtetes Licht mit sauberer Kante.

FührungslichtLicht

auch: Key Light · Hauptlicht

Die dominante Lichtquelle, die Form und Richtung vorgibt. Ihre Position entscheidet über den Charakter des Bildes mehr als jede andere Lampe.

Full HDDateien & Technik

auch: 1080p · HD

1920 × 1080 Bildpunkte. Für Website und Social bis heute völlig ausreichend und der Standard, in dem die meisten Filme ausgeliefert werden.

G

GafferAm Set

auch: Oberbeleuchter:in · Chefbeleuchter:in

Leitet das Licht-Team und setzt das Lichtkonzept der Bildgestaltung technisch um. Kennt Stromlast, Kabelwege und die schnellste Lösung für einen Raum.

GegenlichtLicht

auch: Backlight · Kante · Rim Light · Haarlicht

Licht von hinten, das eine helle Kante an Kopf und Schultern erzeugt. Trennt die Person vom Hintergrund und erzeugt Tiefe — oft der Unterschied zwischen Video und Film.

GeheimhaltungRecht & Organisation

auch: NDA · Verschwiegenheitsvereinbarung

Vereinbarung über die Vertraulichkeit dessen, was am Set gesehen wird. In Produktion und Entwicklung üblich und meist beidseitig sinnvoll.

GimbalKamera & Optik

Motorisierte Aufhängung, die die Kamera im Gehen ruhig hält. Ermöglicht fließende Fahrten ohne Schienen, verlangt aber Übung und Balancierzeit.

GoboLicht

Schablone vor der Lichtquelle, die Muster wirft — Fensterkreuze, Blätter, Lamellen. Bringt Struktur auf leere Wände.

Goldene StundeLicht

auch: Golden Hour · Magic Hour

Die Stunde nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang mit tiefem, warmem Licht. Sehr schön und sehr kurz — sie muss im Drehplan stehen, sonst ist sie vorbei.

Green ShootingAm Set

auch: Nachhaltige Produktion · Green Production

Produzieren mit möglichst kleinem Fußabdruck: Bahn statt Flug, Ökostrom statt Generator, LED statt HMI, Mehrweg am Catering, kleine Teams und kurze Wege. Für viele Unternehmen inzwischen Teil der Ausschreibung. In Wien ist das meiste davon ohne Mehrkosten machbar, weil die Locations nah beieinander liegen.

GripAm Set

Zuständig für alles, was Kamera und Licht trägt oder bewegt: Stative, Dollys, Kräne, Klemmen, Abschattungen. Der Beruf, der aus einer Idee einen sicheren Aufbau macht.

GroßaufnahmeBildgestaltung

auch: Close-up · Groß

Das Gesicht füllt das Bild. Zeigt Regungen, die in weiteren Einstellungen verlorengehen, und wird deshalb für die emotionalen Momente aufgehoben.

H

H.264Dateien & Technik

auch: AVC · MP4

Der verbreitetste Auslieferungscodec. Kleine Dateien, überall abspielbar, aber stark komprimiert und deshalb für Weiterbearbeitung ungeeignet.

H.265Dateien & Technik

auch: HEVC

Nachfolger von H.264 mit etwa halber Dateigröße bei gleicher Qualität. Nicht auf allen älteren Geräten und in allen Programmen problemlos abspielbar.

HalationFarbe & Look

Weiches rötliches Leuchten um helle Lichtquellen, ursprünglich ein Nebeneffekt von Analogfilm. Wird heute nachgebaut, weil es Bilder wärmer und organischer wirken lässt.

HalbnahBildgestaltung

auch: Medium Shot

Person etwa ab der Hüfte. Die Standardgröße für Interviews, weil Gestik sichtbar bleibt und das Gesicht groß genug ist.

HalbtotaleBildgestaltung

auch: Medium Long Shot

Zeigt Personen etwa ab den Knien mit erkennbarer Umgebung. Der Arbeitsbereich für Handlungen, weil man Bewegung und Kontext gleichzeitig sieht.

HandkameraKamera & Optik

auch: Handheld

Frei aus der Hand geführte Kamera. Bringt Unmittelbarkeit und Nervosität ins Bild — als Stilmittel wirksam, als Notlösung erkennbar.

Hartes LichtLicht

Licht aus einer kleinen Quelle mit klar begrenzten Schatten. Dramatisch und grafisch, aber unbarmherzig zu Hautstrukturen.

HDRFarbe & Look

auch: High Dynamic Range

Ausspielung mit erweitertem Kontrast- und Farbumfang. Beeindruckend auf geeigneten Displays, erfordert aber eine eigene Bearbeitung und eine zweite Fassung für normale Bildschirme.

HeadroomBildgestaltung

auch: Kopffreiheit

Der Abstand zwischen Kopf und oberem Bildrand. Zu viel wirkt verloren, zu wenig beengt — und ändert sich mit der Einstellungsgröße.

Headroom (Ton)Ton

auch: Aussteuerungsreserve

Der Abstand zwischen dem lautesten aufgenommenen Signal und der Übersteuerungsgrenze. Sicherheitsabstand für unerwartete Lacher und Hustenanfälle.

Hero-VideoAusspielung & Plattformen

auch: Header-Video · Hintergrundvideo · Website-Loop

Das Video, das ganz oben auf einer Website ohne Ton in Schleife läuft. Es braucht keine Geschichte, sondern Atmosphäre: 10 bis 20 Sekunden, ruhige Bewegung, ein sauberer Übergang vom Ende zum Anfang. Muss klein komprimiert sein, sonst bremst es die Ladezeit der Seite – für Hotels und Restaurants oft der wirksamste Einsatzort von Bewegtbild.

Hotelvideo Wien →

High KeyLicht

Helles, kontrastarmes Lichtkonzept mit wenig Schatten. Wirkt sauber, freundlich und offen — typisch für Medizin, Beauty und Corporate.

HintergrundlichtLicht

auch: Set Light · Background Light

Licht, das ausschließlich den Hintergrund gestaltet. Verhindert, dass hinter der Person ein schwarzes Loch entsteht.

HMILicht

Sehr leistungsstarker Tageslichtscheinwerfer. Wird gebraucht, wenn gegen Sonne durch ein Fenster gearbeitet werden muss; braucht Strom und Vorlaufzeit.

HochformatAusspielung & Plattformen

auch: 9:16 · Vertical · Vertikal

Das Format für Reels, Shorts, TikTok und Stories. Kein beschnittenes Querformat, sondern eine eigene Bildsprache — Personen stehen mittig, Text bleibt aus den Rändern.

Höhere GewaltRecht & Organisation

auch: Force Majeure · Wetterausfall

Regelung für Ereignisse, die niemand zu verantworten hat — Unwetter, Krankheit, behördliche Auflagen. Sollte im Vertrag stehen, bevor sie eintritt.

HookKonzept & Vorbereitung

auch: Opener · Aufhänger

Der Einstieg, der zum Weiterschauen bringt. Auf Social entscheidet er innerhalb von ein bis zwei Sekunden über die gesamte Reichweite.

HostingAusspielung & Plattformen

auch: Videohosting · Vimeo · YouTube

Der Ort, an dem das Video liegt. Videodateien direkt auf der Website zu hosten verlangsamt sie; ein Videodienst liefert schneller aus, bindet aber Dritte ein.

HotelvideoFormate & Genres

Film für Hotellerie: Zimmer, Frühstück, Spa, Lage. Ziel ist Buchungsgefühl statt Bildkatalog — und der Direktbuchungskanal statt der Plattform.

Hotelvideo Wien →

HybridformatFormate & Genres

Mischung aus dokumentarischen und inszenierten Passagen — in der Unternehmenskommunikation der Normalfall. Echte O-Töne tragen die Aussage, gestellte Bilder sorgen für Qualität und Anschluss.

HyperlapseSchnitt & Montage

Zeitraffer mit bewegter Kamera. Aufwendig in der Aufnahme, weil jeder Standort exakt versetzt angefahren werden muss.

I

ImagefilmFormate & Genres

auch: Image-Film · Corporate Film

Der Film, der ein Unternehmen als Ganzes zeigt: wofür es steht, wer dahintersteht, warum man mit ihm arbeiten will. Er argumentiert weniger über Fakten als über Haltung und Atmosphäre. Typische Länge sind 90 bis 180 Sekunden, Einsatzort ist die Startseite, der Messestand oder ein Pitch.

Imagefilm Wien →

Imagefilm-SerieFormate & Genres

auch: Videoserie · Content-Serie

Mehrere kurze Filme mit gemeinsamer Bildsprache statt eines einzelnen langen. Erhöht die Reichweite über Zeit und lässt sich in einem Drehblock produzieren, was pro Film deutlich günstiger ist.

ImpressumspflichtRecht & Organisation

Auch Videokanäle unterliegen in Österreich der Offenlegungspflicht. Betrifft eigene Kanäle, nicht den einzelnen Film.

InfografikGrafik, Animation & VFX

auch: Datenvisualisierung

Grafische Darstellung von Zahlen und Zusammenhängen. Im Film gilt: eine Aussage pro Grafik, sonst liest niemand mit.

Interview-CoachingAm Set

auch: Kamera-Coaching · Vorbereitung vor der Kamera

Die kurze Vorbereitung von Mitarbeiter:innen oder Geschäftsführung direkt vor dem Interview: Wohin schauen, wie lang antworten, was tun mit den Händen. Kein Schauspielunterricht, sondern fünf Minuten, die aus steifen Sätzen ein Gespräch machen. Bei Recruiting- und Unternehmensfilmen der Unterschied zwischen glaubwürdig und auswendig gelernt.

Unternehmensfilm Wien →

InterviewfilmFormate & Genres

auch: Talking Head

Ein Film, der von O-Tönen getragen wird; Bilder illustrieren das Gesagte. Günstig in der Produktion und inhaltlich flexibel, steht und fällt aber mit der Qualität der Fragen und der Gesprächsführung.

Intraframe / InterframeDateien & Technik

auch: All-Intra · Long GOP

Intraframe speichert jedes Bild vollständig, Interframe nur die Unterschiede zum Vorbild. Intraframe ist größer, aber im Schnitt deutlich flüssiger zu bearbeiten.

ISOKamera & Optik

auch: Empfindlichkeit · Gain

Regelt die Lichtempfindlichkeit der Aufnahme. Höhere Werte erlauben Drehs bei wenig Licht, erhöhen aber das Bildrauschen.

J

J-CutSchnitt & Montage

Der Ton der nächsten Szene setzt vor dem Bild ein. Zieht Zuschauende in die neue Szene, bevor sie sie sehen — einer der wirksamsten unauffälligen Schnitttricks.

Jump CutSchnitt & Montage

Sprung innerhalb derselben Einstellung, bei dem ein Stück fehlt. Früher Fehler, heute in Social-Formaten bewusstes Tempomittel.

K

KalkulationKaufmännisches

auch: Budgetierung

Aufstellung aller Kosten: Team, Technik, Location, Musik, Post, Puffer. Die Grundlage dafür, dass ein Angebot trägt statt nur günstig auszusehen.

KameraassistenzAm Set

auch: 1st AC · Focus Puller · Schärfezieher

Zieht die Schärfe, wechselt Objektive und hält die Kamera betriebsbereit. Bei offener Blende eine hochpräzise Aufgabe — wenige Zentimeter entscheiden über brauchbar oder unbrauchbar.

KamerafahrtBildgestaltung

auch: Dolly Shot · Fahrt

Die gesamte Kamera bewegt sich durch den Raum. Erzeugt echte Tiefe, weil sich Vorder- und Hintergrund unterschiedlich schnell verschieben — der Unterschied zum Zoom.

KennzeichnungspflichtRecht & Organisation

auch: Werbekennzeichnung · KI-Kennzeichnung

Bezahlte Inhalte müssen als Werbung erkennbar sein; für KI-generierte oder wesentlich veränderte Inhalte greift zusätzlich die Transparenzpflicht des EU-KI-Gesetzes.

KernbotschaftKonzept & Vorbereitung

auch: Key Message

Der eine Satz, den Zuschauende nach dem Film behalten sollen. Wer drei Kernbotschaften hat, hat keine.

KeyingGrafik, Animation & VFX

auch: Greenscreen · Chroma Key · Bluescreen

Freistellen einer Person vor einem einfarbigen Hintergrund. Verlangt gleichmäßig ausgeleuchtetes Grün und ausreichend Abstand — sonst entstehen grüne Säume, die nicht zu retten sind.

Kick-offKonzept & Vorbereitung

auch: Kickoff-Meeting · Auftaktgespräch

Das erste Arbeitstreffen nach der Beauftragung: Ziele, Zielgruppe, Kernbotschaft, Beteiligte und Termine werden festgezurrt. Dauert meist eine Stunde und erspart später Tage. Alles, was hier nicht besprochen wird, kommt als Änderungswunsch in der Postproduktion zurück – dann teurer.

Ablauf eines Imagefilm-Drehs →

KlappeAm Set

auch: Slate · Filmklappe

Kennzeichnet Szene und Take und liefert mit dem Klappgeräusch einen Synchronpunkt für getrennt aufgezeichneten Ton. Bei Timecode-Synchronisation nur noch zur Beschriftung nötig.

KompositionTon

auch: Score · Auftragsmusik

Eigens für den Film geschriebene Musik. Passt exakt auf Schnitt und Dramaturgie und ist rechtlich unproblematisch, kostet aber ein Vielfaches der Lizenzmusik.

KompressionsartefakteDateien & Technik

auch: Artefakte · Blockbildung

Sichtbare Klötzchen und Unschärfen bei zu starker Komprimierung. Treten zuerst in dunklen Flächen und bei schnellen Bewegungen auf.

KorrekturschleifeKonzept & Vorbereitung

auch: Feedbackrunde · Revision

Eine Runde Änderungswünsche nach einem Zwischenstand. Übliche Angebote enthalten zwei; darüber hinaus wird nach Aufwand abgerechnet. Gebündeltes Feedback aus einer Hand spart dabei am meisten.

Kosten pro FilmKaufmännisches

auch: Stückkosten

Die eigentlich relevante Kennzahl: Ein Drehtag, aus dem fünf Filme entstehen, ist pro Film günstiger als drei einzelne Drehtage mit je einem Ergebnis.

Kostenüberblick →

KranKamera & Optik

auch: Jib · Crane

Ausleger für Bewegungen in der Höhe. Wird zunehmend von Drohnen ersetzt, bleibt aber im Innenraum und bei präzisen Anschlüssen überlegen.

L

L-CutSchnitt & Montage

Der Ton der vorigen Szene läuft ins neue Bild hinein. Verbindet zwei Szenen, ohne dass der Schnitt hart wirkt.

LadezeitAusspielung & Plattformen

auch: Page Speed · Core Web Vitals

Wie schnell eine Seite mit Video verfügbar ist. Große, automatisch geladene Videodateien sind eine der häufigsten Ursachen für langsame Websites.

LaienauftrittKonzept & Vorbereitung

auch: Echte Mitarbeiter:innen

Mitarbeitende statt Schauspieler:innen vor der Kamera. Glaubwürdiger und günstiger, verlangt aber mehr Drehzeit und eine Regie, die Menschen entspannen kann.

LavaliermikrofonTon

auch: Lavalier · Ansteckmikrofon · Lav · Funkmikro

Kleines Mikrofon am Revers, meist per Funkstrecke angebunden. Nah an der Stimme und dadurch unempfindlich gegen Raumhall — Standard bei Interviews.

Leading LinesBildgestaltung

auch: Führungslinien

Linien im Bild, die den Blick zum Motiv leiten: Straßen, Geländer, Tischkanten. Ein einfaches Mittel, um Tiefe zu erzeugen.

LED-PanelLicht

Flache Leuchte mit vielen LEDs, meist dimmbar und in der Farbtemperatur einstellbar. Kalt im Betrieb, netzunabhängig einsetzbar und darum der Standard bei mobilen Drehs.

LetterboxBildgestaltung

auch: Schwarze Balken · Cinemascope-Balken

Schwarze Balken oben und unten, wenn ein breiteres Bild in ein 16:9-Format gelegt wird. Als Stilmittel verbreitet, aber nicht kostenlos: Es geht Bildhöhe verloren.

LichtsetzungLicht

auch: Lighting Setup

Die Gesamtheit aller Lampen, Formern und Abschattungen für eine Einstellung. Ihr Aufbau ist am Drehtag meist der zeitaufwendigste Posten — und der, an dem man Qualität sieht.

LichtstärkeKamera & Optik

Die größte Blendenöffnung eines Objektivs. Lichtstarke Objektive erlauben Aufnahmen bei wenig Licht und ein stärker freigestelltes Bild — und kosten entsprechend.

Lift, Gamma, GainFarbe & Look

auch: Schatten Mitten Lichter · Shadows Midtones Highlights

Die drei Regelbereiche der Farbkorrektur: Schatten, Mitteltöne und Lichter. Getrennte Einstellbarkeit ist der Grund, warum ein Grading mehr kann als ein Instagram-Filter.

LizenzmusikTon

auch: Stockmusik · Production Music

Vorproduzierte Musik mit klarer Nutzungslizenz. Deutlich günstiger als eine Komposition und für die meisten Unternehmensfilme ausreichend — Lizenz und Nutzungsumfang gehören trotzdem geprüft.

LocationAm Set

auch: Motiv · Drehort

Der reale Ort, an dem gedreht wird — im Gegensatz zum Studio. Bringt Authentizität und spart Bau, erfordert aber Genehmigungen und Kompromisse bei Licht und Ton.

Location ScoutingKonzept & Vorbereitung

auch: Motivsuche · Recce

Besichtigung möglicher Drehorte vor dem Dreh. Geprüft werden nicht nur Optik, sondern Lichtverhältnisse zur Drehzeit, Lärm, Stromanschlüsse, Zugang und Genehmigungen. Erspart die teuersten Überraschungen.

LogFarbe & Look

auch: Log-Profil · C-Log · S-Log · V-Log

Flaches Aufnahmeprofil, das den vollen Kontrastumfang des Sensors speichert. Sieht direkt aus der Kamera blass und grau aus und ist genau deshalb im Grading formbar.

Color Grading: so arbeiten wir →

Logo-AnimationGrafik, Animation & VFX

auch: Logo Sting · Logo Reveal

Kurze Animation des Firmenlogos, meist am Ende. Wird einmal produziert und lässt sich danach in jedem weiteren Film wiederverwenden.

LokalisierungAusspielung & Plattformen

auch: Sprachversion · Sprachfassung · Mehrsprachige Version

Die Anpassung eines Films an weitere Sprachen oder Märkte: Untertitel, neu eingesprochenes Voice-over, übersetzte Bauchbinden und Grafiken. Am günstigsten, wenn sie von Anfang an mitgedacht ist – etwa indem Texte nicht fest ins Bild gebrannt, sondern als eigene Ebene angelegt werden. Für Unternehmen mit Standorten im Ausland fast immer relevant.

Low KeyLicht

Dunkles Lichtkonzept mit wenigen Lichtern und viel Schatten. Erzeugt Ernst und Spannung; für Handwerk, Technik und Premiumprodukte oft passender als High Key.

LUFSTon

auch: Lautheit · Loudness

Maßeinheit für die wahrgenommene Lautstärke. Plattformen normalisieren darauf — wer lauter abmischt, wird heruntergeregelt und klingt am Ende nur flacher.

LUTFarbe & Look

auch: Look-up Table

Umrechnungstabelle für Farbwerte. Dient entweder der technischen Umwandlung von Log in ein normales Bild oder als vorgefertigter Look. Ein LUT ist ein Ausgangspunkt, kein fertiges Grading.

Color Grading: so arbeiten wir →

M

Magic ArmKamera & Optik

auch: Gelenkarm

Verstellbarer Arm mit Klemme, mit dem sich leichte Kameras nahezu überall befestigen lassen. Der schnellste Weg zu einer Perspektive, für die sonst ein Stativ keinen Platz hätte.

MakroKamera & Optik

Objektiv für sehr nahe Aufnahmen, oft im Abbildungsmaßstab 1:1. Unverzichtbar für Produktdetails, Materialstrukturen und Handwerksaufnahmen.

MarkenrechteRecht & Organisation

auch: Logos im Bild · Trademark

Fremde Logos und Markenprodukte im Bild können problematisch sein, wenn sie eine Verbindung suggerieren. Im Zweifel abkleben oder in der Post entfernen.

MaskeKonzept & Vorbereitung

auch: Hair & Make-up · HMU

Haare und Make-up vor der Kamera. Auch bei Menschen, die sonst nie geschminkt sind, sinnvoll: Filmlicht zeichnet Glanz auf der Haut gnadenlos nach.

MasterDateien & Technik

auch: Masterdatei · Sendemaster

Die Fassung in höchster Qualität, aus der alle weiteren Versionen abgeleitet werden. Gehört archiviert, denn sie ist die Grundlage jeder späteren Änderung.

Match CutSchnitt & Montage

Schnitt zwischen zwei Bildern mit ähnlicher Form oder Bewegung. Verbindet weit entfernte Inhalte elegant und wirkt geplant — was er auch sein muss.

MatchingFarbe & Look

auch: Shot Matching · Angleichung

Das Angleichen unterschiedlich aufgenommener Einstellungen aneinander. Nötig, sobald mit zwei Kameras oder über mehrere Tageszeiten gedreht wurde.

MessevideoFormate & Genres

auch: Messefilm

Film für den Messestand oder über die Messeteilnahme. Loops für den Stand brauchen keine Tonspur und keine Dramaturgie, sondern starke Bilder — es sieht ohnehin niemand von Anfang an zu.

Micro Four ThirdsKamera & Optik

auch: MFT

Deutlich kleineres Sensorformat mit Crop-Faktor 2. Ermöglicht sehr kompakte Kameras und Objektive, verlangt aber mehr Licht für dieselbe Bildwirkung.

Model ReleaseRecht & Organisation

auch: Einverständniserklärung · Persönlichkeitsrecht

Schriftliche Zustimmung erkennbar gefilmter Personen zur Veröffentlichung. Ohne sie darf ein Gesicht nicht gezeigt werden — auch nicht das eigener Mitarbeitender.

MonitorKamera & Optik

auch: Fieldmonitor · Regiemonitor

Externer Bildschirm zur Bildkontrolle. Größer und farbverbindlicher als das Kameradisplay und für Kund:innen am Set der Platz, von dem aus mitgeschaut wird.

MontageSchnitt & Montage

auch: Montagesequenz

Verdichtete Folge kurzer Einstellungen, meist musikgetrieben. Rafft Zeit und Prozesse — im Imagefilm das Standardmittel, um Fertigungsschritte oder Vielfalt zu zeigen.

MoodboardKonzept & Vorbereitung

Sammlung von Referenzbildern, Farbwelten und Filmausschnitten, die die angestrebte Bildsprache zeigt. Beendet die Diskussion darüber, was „modern“ oder „hochwertig“ bedeuten soll, weil alle dasselbe ansehen.

Motion GraphicsGrafik, Animation & VFX

auch: Bewegtgrafik

Animierte grafische Elemente: Logos, Diagramme, Textbausteine, Icons. Im Unternehmensfilm der Standardweg, um Zahlen und abstrakte Zusammenhänge zu zeigen.

MulticamSchnitt & Montage

auch: Mehrkameraschnitt

Schnitt aus mehreren synchron laufenden Kameras. Spart bei Interviews und Events viel Zeit, weil zwischen den Blickwinkeln umgeschaltet statt gesucht wird.

MusikrechteRecht & Organisation

auch: Sync-Lizenz

Das Recht, Musik zu einem Bewegtbild zu nutzen. Ein gekaufter Song deckt das nicht ab — dafür braucht es eine eigene Synchronisationslizenz.

MusikvideoFormate & Genres

Bildliche Umsetzung eines Songs. Folgt dem Rhythmus statt einer Handlung und lebt von einer klaren visuellen Idee.

N

NachdrehAm Set

auch: Pickup · Reshoot

Zusätzlicher Drehtermin für fehlende oder misslungene Aufnahmen. Deutlich teurer als die gleiche Einstellung am ursprünglichen Drehtag, weil Team, Anfahrt und Aufbau erneut anfallen.

NahBildgestaltung

auch: Medium Close-up

Brustbild. Näher am Menschen, ohne bedrängend zu wirken — häufig die zweite Kameragröße bei Interviews.

ND-FilterKamera & Optik

auch: Graufilter · Neutraldichtefilter

Neutralgraues Glas vor dem Objektiv, das Licht schluckt, ohne die Farbe zu verändern. Erlaubt offene Blende auch im Sonnenlicht — die Sonnenbrille für die Kamera.

Negative FillLicht

auch: Abschattung · Flag · Cutter

Schwarze Fläche, die Licht wegnimmt statt hinzuzufügen. Erzeugt Kontrast und Form dort, wo ein Raum zu gleichmäßig ausgeleuchtet ist — das am meisten unterschätzte Lichtwerkzeug.

Negative SpaceBildgestaltung

auch: Freiraum

Bewusst leer gelassene Bildfläche. Gibt dem Motiv Luft und schafft im Übrigen den Platz, in den später Text gesetzt werden kann.

NeigungBildgestaltung

auch: Tilt

Drehung um die waagrechte Achse, also nach oben oder unten. Klassisch, um Höhe erfahrbar zu machen.

Netto / BruttoKaufmännisches

auch: Umsatzsteuer · USt · MwSt

Preise für Unternehmen werden netto genannt, also ohne Umsatzsteuer. In Österreich kommen 20 Prozent hinzu, die vorsteuerabzugsberechtigte Betriebe zurückholen.

Was kostet ein Imagefilm? →

NodeFarbe & Look

auch: Node-Baum · Knoten

Ein einzelner Arbeitsschritt im Color Grading, durch den das Bild der Reihe nach läuft. Jede Korrektur bekommt einen eigenen, beschrifteten Knoten — so lässt sich eine Woche später an genau einem Regler drehen, statt das ganze Bild neu zu bauen. Parallele Nodes beeinflussen sich nicht gegenseitig.

Color Grading: so arbeiten wir →

Nose RoomBildgestaltung

auch: Blickrichtungsraum · Looking Room

Der Raum vor dem Gesicht in Blickrichtung. Fehlt er, wirkt die Person gegen den Bildrand gedrückt.

NutzungsrechteRecht & Organisation

auch: Verwertungsrechte · Lizenz

Regeln, wofür der fertige Film verwendet werden darf: welche Kanäle, welches Gebiet, wie lange. Der wichtigste Punkt im Vertrag — und der, der bei billigen Angeboten oft eng gefasst ist.

O

O-TonTon

auch: Originalton · Sync Sound

Der am Set aufgenommene Originalton, meist gesprochene Aussagen. Trägt in Unternehmensfilmen den Inhalt — schlechter O-Ton macht einen guten Film unbrauchbar.

Open GateDateien & Technik

Aufzeichnung der gesamten Sensorfläche statt eines auf 16:9 beschnittenen Ausschnitts. Erlaubt es, aus einer Aufnahme Quer- und Hochformat zu ziehen, ohne sichtbar Qualität zu verlieren.

Over-the-ShoulderBildgestaltung

auch: OTS · Über-die-Schulter

Blick über die Schulter einer Person auf ihr Gegenüber. Klassiker im Dialog, weil er Blickrichtung und Raum gleichzeitig klärt.

OvertimeAm Set

auch: Überstunden

Drehzeit über die vereinbarte Dauer hinaus. Wird zuschlagspflichtig abgerechnet und ist fast immer die Folge einer zu optimistischen Disposition.

P

PackshotBildgestaltung

auch: Produktaufnahme · Product Shot

Die klassische, freigestellte Ansicht eines Produkts – meist vor neutralem Hintergrund, perfekt ausgeleuchtet, ohne Ablenkung. Im Produktfilm ist der Packshot der Moment, in dem das Produkt allein im Bild steht, oft am Ende mit Logo und Claim. Verlangt mehr Lichtaufwand als jede andere Einstellung des Drehs.

Produktfilm Wien →

PaketpreisKaufmännisches

auch: Pauschalpaket · Produktionspaket

Ein fixer Preis für einen definierten Leistungsumfang: so viele Drehtage, so viele Filme, so viele Korrekturschleifen. Der Vorteil für Auftraggeber ist Planbarkeit, der Nachteil, dass Sonderwünsche außerhalb des Pakets extra kosten. Funktioniert gut, wenn der Umfang vorher ehrlich geklärt wurde – deshalb bieten wir drei feste Pakete statt Preis auf Anfrage.

Unsere drei Pakete →

PegelTon

auch: Level · Aussteuerung

Die Lautstärke der Aufnahme. Zu leise ergibt Rauschen beim Anheben, zu laut irreparable Verzerrung — deshalb wird bewusst mit Reserve aufgenommen.

Picture LockSchnitt & Montage

auch: Bildfreigabe · Schnittfreigabe

Der Punkt, ab dem am Bild nichts mehr geändert wird. Erst danach beginnen Farbkorrektur und Tonmischung, weil jede spätere Schnittänderung beide Arbeiten entwertet.

PitchKonzept & Vorbereitung

Vorstellung des Konzepts beim Auftraggeber, meist im Wettbewerb mit anderen Produktionen. Bewertet wird selten die Technik, sondern die Idee und ob man sich die Zusammenarbeit vorstellen kann.

Point of ViewBildgestaltung

auch: POV · Subjektive

Die Kamera nimmt den Blickwinkel einer Figur ein. Erzeugt unmittelbare Nähe, wirkt aber schnell aufgesetzt, wenn er ohne Anlass eingesetzt wird.

PolfilterKamera & Optik

auch: Polarisationsfilter

Filter, der Spiegelungen auf Glas, Wasser und Lack reduziert und Himmelblau sättigt. Bei Schaufenstern und Produktaufnahmen oft der Unterschied zwischen brauchbar und unbrauchbar.

PostproduktionSchnitt & Montage

auch: Post · Nachbearbeitung

Alles nach dem Dreh: Sichtung, Schnitt, Grafik, Farbe, Ton, Export. Bei Imagefilmen oft länger als die Produktion selbst und typischerweise zwei bis vier Wochen.

Power WindowFarbe & Look

auch: Fenster · Tracking-Maske

Maske im Color Grading, die einen Bildbereich isoliert — ein Gesicht, das etwas heller werden soll, eine Ecke, die zu viel Aufmerksamkeit zieht. Das Fenster folgt der Bewegung im Bild automatisch mit, sodass die Korrektur über die ganze Einstellung sitzt.

Color Grading: so arbeiten wir →

PracticalLicht

auch: Praktikables Licht · Motivlicht

Eine im Bild sichtbare Lichtquelle: Tischlampe, Leuchtschrift, Fenster. Macht Beleuchtung glaubwürdig, weil das Licht eine erkennbare Herkunft hat.

Pre-ProductionKonzept & Vorbereitung

auch: Vorproduktion · Preproduktion · Prep

Die gesamte Vorbereitungsphase: Konzept, Casting, Location, Team, Technik, Disposition. Wo hier gespart wird, wird am Drehtag doppelt bezahlt.

Preis auf AnfrageKaufmännisches

auch: PoA · Individuelles Angebot

Die Formel, hinter der sich in der Filmbranche meist verbirgt, dass der Preis vom Gegenüber abhängt. Für Auftraggeber bedeutet sie Vergleichsaufwand und Verhandlung, bevor überhaupt klar ist, ob das Budget reicht. Seriöser ist ein Preisrahmen mit klaren Faktoren – Drehtage, Filme, Postproduktion –, aus dem sich das Angebot nachvollziehbar ergibt.

Was kostet ein Imagefilm? →

Preproduction MeetingKonzept & Vorbereitung

auch: PPM · Vorbesprechung

Die letzte Abstimmung vor dem Dreh, ein paar Tage vorher: Drehplan, Location, Protagonist:innen, Kleidung, Requisiten und Freigaben werden ein letztes Mal gemeinsam durchgegangen. Danach darf sich nichts Wesentliches mehr ändern. Bei kleinen Produktionen ist es ein Videocall, bei Werbespots ein Termin mit Agentur und Kunde.

Ablauf eines Imagefilm-Drehs →

ProbeAm Set

auch: Rehearsal

Durchlauf ohne Aufnahme. Kostet zwei Minuten und spart oft fünf Takes.

ProducerAm Set

auch: Produzent:in

Verantwortet Budget, Zeitplan und Machbarkeit. Die Person, die entscheidet, ob eine Idee im Rahmen bleibt — und die Alternative vorschlägt, wenn nicht.

ProduktfilmFormate & Genres

auch: Produktvideo

Inszenierung eines einzelnen Produkts, meist ohne Sprecher:in und stark über Bild und Ton getragen. Enthält oft Beauty-Shots, Detailaufnahmen und eine kurze Anwendungssequenz. Läuft im Shop, in Ads und auf Social.

Produktfilm Wien →

Progressiv / InterlacedDateien & Technik

auch: 25p · 50i · Halbbilder

Progressiv zeichnet volle Einzelbilder auf, interlaced nur Halbbilder im Wechsel. Interlaced stammt aus der Fernsehtechnik und wird heute vermieden, weil es im Web Kammartefakte erzeugt.

Property ReleaseRecht & Organisation

auch: Location Release · Drehgenehmigung

Zustimmung des Eigentümers, an einem Ort zu drehen und die Aufnahmen zu veröffentlichen. Bei öffentlichen Flächen tritt die behördliche Drehgenehmigung an ihre Stelle.

ProResDateien & Technik

auch: Apple ProRes · ProRes 422 · ProRes 4444

Schnittfreundlicher Zwischencodec mit hoher Qualität und großen Dateien. Standard für Masterdateien und für die Übergabe an Grafik oder Grading.

ProxySchnitt & Montage

auch: Proxydatei · Arbeitskopie

Kleine, leicht zu verarbeitende Kopie des Originalmaterials für den Schnitt. Beim Export wird automatisch auf die Originaldateien zurückgeschaltet — so lässt sich 6K-Material auf einem Laptop schneiden.

PrüfsummeDateien & Technik

auch: Checksum · MD5 · xxHash

Rechnerischer Fingerabdruck einer Datei. Belegt, dass eine Kopie bitgenau mit dem Original übereinstimmt — die einzige verlässliche Kontrolle beim Sichern.

PufferKaufmännisches

auch: Reserve · Contingency

Einkalkulierte Reserve für Unvorhergesehenes, üblicherweise fünf bis zehn Prozent. Wer ohne Puffer kalkuliert, verhandelt bei der ersten Änderung nach.

Push-inBildgestaltung

Langsame Fahrt auf eine Person zu. Verstärkt eine Aussage unmerklich, wenn sie langsam genug ist, dass niemand die Bewegung bemerkt.

Q

QuadratischAusspielung & Plattformen

auch: 1:1

Kompromissformat für den Feed. Nimmt mehr Fläche ein als 16:9 und ist weniger aufwendig als eine eigene Hochformat-Fassung.

QuerformatAusspielung & Plattformen

auch: 16:9 · Horizontal

Standard für Website, YouTube und Präsentationen. Bleibt für alles, was länger als eine Minute läuft, das natürliche Format.

R

RahmenvertragKaufmännisches

auch: Retainer · Content-Abo

Laufende Vereinbarung über regelmäßige Produktionen. Senkt die Kosten je Film erheblich, weil Konzeptarbeit, Technik und Anfahrt auf mehrere Ergebnisse verteilt werden.

RebriefingKonzept & Vorbereitung

Die Rückspiegelung des Briefings durch die Produktion: Wir formulieren in eigenen Worten, was wir verstanden haben. Klingt förmlich, deckt aber Missverständnisse auf, solange sie noch nichts kosten.

Rec.709Farbe & Look

Der Standardfarbraum für HD-Video und die Referenz, in der die meisten Filme ausgeliefert werden. Was hier richtig aussieht, sieht auf üblichen Bildschirmen richtig aus.

Color Grading: so arbeiten wir →

Recht am eigenen BildRecht & Organisation

auch: Persönlichkeitsrecht · Bildnisschutz

Wer erkennbar im Film zu sehen ist, muss der Veröffentlichung zustimmen – in Österreich geregelt in § 78 Urheberrechtsgesetz. Bei Mitarbeiter:innen reicht die Zustimmung nicht automatisch über den Dienstvertrag, bei Gästen und Passant:innen schon gar nicht. Praktisch heißt das: Einverständnisse vor dem Dreh einholen und Personen im Hintergrund unkenntlich oder unscharf halten.

RecruitingfilmFormate & Genres

auch: Employer-Branding-Video · Karrierevideo

Ein Film, der sich an Bewerber:innen richtet statt an Kund:innen. Er zeigt Arbeitsalltag, Kolleg:innen und Kultur — und wirkt genau dann, wenn er ehrlich bleibt. Geschönte Recruitingfilme fallen spätestens in der Probezeit auf und kosten mehr, als sie bringen.

Recruitingfilm Wien →

ReelFormate & Genres

Kurzes Hochkantvideo auf Instagram und Facebook. Die ersten anderthalb Sekunden entscheiden, ob weitergescrollt wird — deshalb steht die stärkste Einstellung am Anfang, nicht am Ende.

ReflektorLicht

auch: Bounce

Fläche, die Licht zurückwirft und damit Schatten aufhellt. Silber gibt hartes, weißes Bounce weiches Licht — die günstigste Lichtquelle überhaupt.

RegieAm Set

auch: Director

Verantwortet die inhaltliche und darstellerische Umsetzung: Was wird erzählt, wie wird gespielt, wann ist eine Einstellung im Kasten. Bei kleinen Teams oft in Personalunion mit der Kamera.

RegiestundenKaufmännisches

auch: Nach Aufwand · Time & Material

Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand statt Pauschale. Sinnvoll für Zusatzwünsche, deren Umfang zu Beginn niemand kennt.

ReisekostenKaufmännisches

auch: Spesen · Diäten

Fahrt, Übernachtung und Verpflegung bei Drehs außerhalb des Standorts. Gehören ins Angebot, sonst tauchen sie in der Schlussrechnung auf.

RenderingGrafik, Animation & VFX

auch: Rendern

Berechnung der fertigen Bilder aus einer Animationsszene. Kann bei 3D Stunden bis Tage dauern — ein Zeitposten, der im Terminplan berücksichtigt gehört.

RequisiteKonzept & Vorbereitung

auch: Props

Gegenstände, die im Bild vorkommen und die Szene glaubwürdig machen. Im Büro oft eine Frage des Aufräumens: Was im Bild liegt, erzählt mit.

Restaurant- & Food-VideoFormate & Genres

auch: Foodvideo · Gastrovideo

Kurze Clips, die Appetit machen: Teller, Handwerk, Gäste. Wirken vor allem auf Instagram und im Google-Unternehmensprofil, weil dort die Entscheidung fürs Lokal fällt.

Restaurantvideo Wien →

RetuscheGrafik, Animation & VFX

auch: Clean-up · Paint

Entfernen störender Details: Kabel im Bild, Schmutz auf der Wand, ein Logo ohne Freigabe. Am Set vermeiden ist immer billiger als in der Post entfernen.

Reverse ChargeKaufmännisches

Verfahren bei grenzüberschreitenden Leistungen innerhalb der EU, bei dem die Steuerschuld auf den Auftraggeber übergeht. Erfordert eine gültige UID-Nummer.

RhythmusSchnitt & Montage

auch: Schnittrhythmus · Pacing

Die Abfolge von Schnittlängen über den Film. Wird meist an der Musik ausgerichtet und entscheidet darüber, ob ein Film treibt oder zieht.

RichtmikrofonTon

auch: Richtrohr · Shotgun · Boom-Mikro

Stark gerichtetes Mikrofon, das an einer Angel über der Person geführt wird. Klingt natürlicher als ein Lavalier, verlangt aber eine Person, die es hält.

RohmaterialRecht & Organisation

auch: Footage · Rushes · Rohdaten

Alles, was die Kamera aufgezeichnet hat, bevor geschnitten wurde. Es gehört üblicherweise der Produktionsfirma; ob und zu welchen Bedingungen der Kunde es bekommt, regelt das Angebot. Wir archivieren es zum Projekt, damit spätere Updates und neue Cutdowns ohne neuen Dreh möglich sind – genau deshalb lohnt sich die Frage vor der Beauftragung.

Imagefilm-Pakete →

RohschnittSchnitt & Montage

auch: Rough Cut

Die erste vorzeigbare Fassung: Struktur und Länge stehen, Farbe, Grafik und Tonmischung fehlen. Der richtige Zeitpunkt für inhaltliche Änderungswünsche — später werden sie teuer.

Room ToneAm Set

auch: Atmo · Raumatmosphäre

Eine Minute Stille am Drehort, aufgenommen ohne Sprache. Klingt nach nichts, wird im Schnitt aber gebraucht, um Lücken zwischen Sätzen natürlich klingen zu lassen.

RoomtourFormate & Genres

auch: Zimmer-Rundgang · Walkthrough

Eine ununterbrochene oder nur sanft geschnittene Kamerabewegung durch ein Zimmer, eine Suite oder ein Restaurant. Für Hotels das Format mit dem klarsten Nutzen, weil Gäste vor der Buchung genau das wissen wollen: Wie groß ist es wirklich, wo ist das Fenster, wie sieht das Bad aus. Lebt von Gimbal, Weitwinkel und einem aufgeräumten Raum.

Hotelvideo Wien →

Roter FadenKonzept & Vorbereitung

Das durchgehende Motiv, das die Teile zusammenhält — eine Person, eine Frage, ein Ort. Ohne ihn zerfällt ein Film in Kapitel.

RotoskopieGrafik, Animation & VFX

auch: Roto

Manuelles Freistellen von Bildbereichen Bild für Bild, wenn kein Greenscreen vorhanden ist. Sehr zeitaufwendig und entsprechend teuer.

S

Safe AreaBildgestaltung

auch: Title Safe · Schutzbereich

Der Bereich, der auf allen Ausspielwegen sichtbar bleibt. Wichtig auf Social, weil Bedienelemente und Profilnamen den unteren Bildrand überdecken.

SchärfentiefeKamera & Optik

auch: Tiefenschärfe · Depth of Field · DoF

Der Bereich vor und hinter dem Fokuspunkt, der scharf erscheint. Gering bei offener Blende, langer Brennweite und großem Sensor. Das wichtigste Werkzeug, um den Blick zu lenken.

SchärfeverlagerungKamera & Optik

auch: Focus Pull · Rack Focus

Bewusste Verschiebung der Schärfe innerhalb einer Einstellung, etwa vom Produkt zum Gesicht. Lenkt den Blick, ohne zu schneiden.

SchnittSchnitt & Montage

auch: Cut · Hartschnitt

Der direkte Wechsel von einer Einstellung zur nächsten. Die unauffälligste und mit Abstand häufigste Übergangsform — Überblendungen sind die Ausnahme, nicht die Regel.

SchulungsvideoFormate & Genres

auch: Trainingsvideo · E-Learning-Video

Vermittelt Abläufe an Mitarbeiter:innen. Rechnet sich schnell, weil es Schulungen ersetzt, die sonst jede Person einzeln durchlaufen müsste.

Schuss-GegenschussSchnitt & Montage

auch: Shot Reverse Shot

Wechsel zwischen zwei Gesprächspartnern. Setzt eine eingehaltene Handlungsachse voraus, sonst kippt die Blickrichtung.

SchwenkBildgestaltung

auch: Pan

Drehung der Kamera um die senkrechte Achse. Führt den Blick über eine Szene; braucht einen Anfangs- und einen Endpunkt, die beide für sich funktionieren.

Scope CreepKonzept & Vorbereitung

auch: Leistungsausweitung

Das schleichende Wachsen des Projektumfangs durch viele kleine Zusatzwünsche. Wird gefährlich, weil jeder einzelne Wunsch harmlos wirkt und die Summe das Budget sprengt.

Screen ReplacementGrafik, Animation & VFX

auch: Bildschirmersetzung

Nachträgliches Einsetzen von Bildschirminhalten in Monitore und Handys im Bild. Löst das Problem, dass echte Displays flackern oder vertrauliche Daten zeigen.

Script ContinuityAm Set

auch: Continuity · Anschlussüberwachung · Script

Achtet darauf, dass Details über Einstellungen hinweg zusammenpassen: Kaffeetasse halb voll, Ärmel hochgekrempelt, Uhrzeit im Bild. Fehler hier fallen erst im Schnitt auf, wenn niemand mehr nachdrehen kann.

ScriptedFormate & Genres

auch: Inszeniert

Gegenstück zum dokumentarischen Stil: Jede Einstellung ist geplant, Dialoge sind geschrieben, Darsteller:innen spielen. Ergibt volle Kontrolle über die Aussage, kostet aber Vorbereitung, Casting und Drehzeit.

SeitenverhältnisBildgestaltung

auch: Aspect Ratio · Bildformat

Das Verhältnis von Breite zu Höhe. 16:9 für Website und YouTube, 9:16 für Reels und Stories, 1:1 für den Feed, 2,39:1 für Kino-Anmutung.

SensorKamera & Optik

auch: Bildsensor

Der lichtempfindliche Chip, der das Bild aufzeichnet. Seine Größe bestimmt Bildwirkung, Rauschverhalten und Schärfentiefe — deshalb ist sie ein Qualitätsmerkmal, nicht nur eine technische Angabe.

SetAm Set

Der Drehort während der Aufnahme, inklusive aller Absperrungen und Regeln. „Am Set“ heißt: Gespräche leise, Telefone aus, niemand läuft durchs Bild.

ShotlistKonzept & Vorbereitung

auch: Einstellungsliste

Liste aller geplanten Einstellungen mit Größe, Bewegung und Ort. Wird am Drehtag abgehakt und ist die Versicherung dagegen, dass am Ende eine Einstellung fehlt, die im Schnitt gebraucht wird.

ShowreelFormate & Genres

auch: Demoreel

Zusammenschnitt der besten Arbeiten einer Produktionsfirma oder einer einzelnen Person. Dient als Arbeitsprobe, nicht als Werbung für ein Produkt.

Unser Showreel →

SicherheitsunterweisungAm Set

auch: Safety Briefing

Kurze Einweisung zu Kabeln, Stativen, Stromlast und Fluchtwegen vor Drehbeginn. Pflicht, sobald am Set Menschen unterwegs sind, die nicht zum Team gehören.

SichtungSchnitt & Montage

auch: Screening · Materialdurchsicht

Das vollständige Durchsehen und Bewerten des gedrehten Materials. Unspektakulär und zeitintensiv, aber die Grundlage jeder guten Schnittentscheidung.

SliderKamera & Optik

Kurze Schiene für dezente seitliche Bewegungen. Das günstigste Mittel, um statische Einstellungen lebendig zu machen.

Social CutdownFormate & Genres

auch: Cutdown · Social Cut · Cutout

Eine Kurzfassung des Hauptfilms, geschnitten für einen bestimmten Kanal — meist hochkant, untertitelt und auf 15 bis 30 Sekunden verdichtet. Entsteht aus vorhandenem Material und ist deshalb der günstigste Weg zu mehr Content.

SoftboxLicht

Lichtformer, der eine kleine Quelle in eine große, weiche verwandelt. Große Fläche nah am Motiv ergibt weiche Schatten — das ist der ganze Trick weichen Lichts.

SounddesignTon

Die bewusste Gestaltung der gesamten Tonebene: Effekte, Atmosphären, Übergänge. Wirkt unterschwellig und ist der Grund, warum manche Filme „teurer“ klingen als andere.

Speed RampSchnitt & Montage

auch: Geschwindigkeitsrampe

Fließender Wechsel der Abspielgeschwindigkeit innerhalb einer Einstellung. Wirkungsvoll bei Bewegungen; funktioniert sauber nur, wenn mit hoher Bildrate gedreht wurde.

SpeicherkarteDateien & Technik

auch: CFexpress · SD-Karte · Medien

Aufzeichnungsmedium in der Kamera. Hohe Aufnahmeformate verlangen schnelle und entsprechend teure Karten; eine zu langsame Karte bricht die Aufnahme mitten im Take ab.

SperrfristRecht & Organisation

auch: Embargo

Frist, vor deren Ablauf ein Film nicht veröffentlicht werden darf. Typisch bei Produktneuvorstellungen und Pre-Launch-Produktionen.

Stabilisierung (Post)Schnitt & Montage

auch: Warp Stabilizer

Nachträgliches Beruhigen wackliger Aufnahmen in der Software. Kostet Bildrand und kann bei starkem Eingriff einen gummiartigen Verzug erzeugen.

StativKamera & Optik

auch: Tripod

Dreibein mit Fluidkopf für ruhige Bilder und gleichmäßige Schwenks. Der Fluidkopf ist dabei wichtiger als die Beine — er entscheidet, ob ein Schwenk sauber anläuft.

SteadicamKamera & Optik

Mechanisches Tragesystem mit Weste und Federarm, das Körperbewegungen von der Kamera entkoppelt. Erzeugt einen charakteristisch schwebenden Gang, den ein Gimbal nur annähert.

Stellenanzeigen-VideoFormate & Genres

auch: Job-Video · Job-Ad-Video · Video-Stellenanzeige

Die kurze, konkrete Schwester des Recruitingfilms: 30 bis 60 Sekunden für eine bestimmte Position, eingebettet in die Stellenanzeige oder als Social Ad ausgespielt. Zeigt Arbeitsplatz, Team und die Person, mit der man später zusammenarbeitet. Entsteht meist als Cutdown aus dem Recruitingfilm-Dreh, weil derselbe Drehtag beide Formate liefert.

Recruitingfilm Wien →

StornoregelungRecht & Organisation

auch: Ausfallhonorar

Regelt, welche Kosten bei kurzfristiger Absage anfallen. Übliche Staffelungen greifen ab zwei bis sieben Tagen vor Drehbeginn, weil Team und Technik dann fest gebucht sind.

StoryboardKonzept & Vorbereitung

Zeichnerische Vorwegnahme der wichtigsten Einstellungen. Klärt Bildausschnitt, Perspektive und Anschluss, bevor jemand am Set steht. Muss nicht schön sein — es muss verständlich sein.

StudioAm Set

Kontrollierter Raum mit voller Herrschaft über Licht, Ton und Hintergrund. Teurer in der Miete, oft billiger im Ergebnis, weil nichts schiefgehen kann.

StummschaltungAusspielung & Plattformen

auch: Sound off · Muted Autoplay

Der Normalzustand auf Social. Wer den Inhalt nur über die Tonspur transportiert, verliert den Großteil des Publikums — Untertitel sind kein Extra, sondern Voraussetzung.

StylingKonzept & Vorbereitung

auch: Kostüm · Wardrobe

Kleidung der Personen im Bild. Feine Muster, grelles Weiß und Logos machen im Video Probleme; ein kurzer Hinweis vorab spart die Diskussion am Drehtag.

Super 35Kamera & Optik

Sensorgröße, die dem klassischen Kinofilmformat entspricht und über Jahrzehnte den Look des Kinos geprägt hat. Etwas kleiner als Vollformat, mit entsprechend größerer Schärfentiefe.

SymmetrieBildgestaltung

Spiegelgleicher Bildaufbau. Wirkt geordnet und formal — passend für Architektur und Präzisionsprodukte, unpassend für spontane Situationen.

SzenenbildKonzept & Vorbereitung

auch: Setdesign · Production Design

Die gestaltete Umgebung vor der Kamera. Reicht vom kompletten Studioaufbau bis zum Umstellen zweier Stühle — beides verändert das Bild deutlich.

T

TagessatzKaufmännisches

auch: Tagesgage

Preis pro Person und Drehtag. Übliche Abrechnungsform für einzelne Gewerke wie Kamera, Ton oder Licht.

TakeAm Set

auch: Einstellung · Aufnahme

Ein einzelner Aufnahmeversuch. Mehrere Takes derselben Einstellung sind normal — im Schnitt wird der beste verwendet, manchmal auch die Kombination aus zweien.

TeaserFormate & Genres

Sehr kurzer Anreißer, der neugierig macht, ohne zu erklären. Erscheint meist vor dem eigentlichen Film, um Aufmerksamkeit aufzubauen.

TechnikmieteKaufmännisches

auch: Equipment Rental · Verleih

Anmietung von Kamera, Licht oder Spezialtechnik für einzelne Drehtage. Sinnvoller als Anschaffung, sobald etwas nur selten gebraucht wird.

TechscoutKonzept & Vorbereitung

Zweiter Besuch am Drehort mit den technischen Gewerken. Hier wird festgelegt, wo Lampen stehen, woher Strom kommt und ob das Equipment durch die Tür passt.

TeleobjektivKamera & Optik

auch: Tele

Lange Brennweite mit engem Bildwinkel. Holt Entferntes heran, komprimiert die Raumtiefe und trennt Personen sauber vom Hintergrund.

TestimonialFormate & Genres

auch: Kundenstimme · Referenzvideo

Ein zufriedener Kunde oder eine Mitarbeiterin erzählt selbst, was das Unternehmen für sie geleistet hat. Wirkt stärker als jede Eigenaussage, weil die Glaubwürdigkeit von außen kommt. Braucht Vorbereitung, aber kein Skript — auswendig Gelerntes hört man sofort.

ThumbnailAusspielung & Plattformen

auch: Vorschaubild · Startbild

Das Standbild vor dem Abspielen. Entscheidet auf YouTube maßgeblich über die Klickrate — und wird deshalb bewusst gewählt, nicht dem Zufall überlassen.

TimecodeTon

auch: TC

Fortlaufende Zeitmarke, die Kamera und Tonaufnahme gemeinsam führen. Erlaubt automatische Synchronisation im Schnitt und ersetzt das Suchen nach dem Klappenschlag.

TimelineSchnitt & Montage

auch: Schnittzeitleiste · Sequenz

Die Arbeitsfläche im Schnittprogramm, auf der Bild-, Ton- und Grafikspuren übereinanderliegen.

TitelanimationGrafik, Animation & VFX

auch: Titel · Opener-Animation

Animierter Vor- oder Abspann mit Logo und Claim. Sollte kurz sein — bei Filmen unter zwei Minuten kostet ein langer Vorspann wertvolle Aufmerksamkeit.

TonangelTon

auch: Boom · Angel

Ausziehbare Stange für das Richtmikrofon. Wird knapp außerhalb des Bildausschnitts geführt — der klassische Fehler ist die Angel, die von oben ins Bild ragt.

Tonmeister:inAm Set

auch: Tonassistenz · Sound Recordist

Verantwortet die Tonaufnahme am Set: Mikrofonwahl, Pegel, Störgeräusche. Der einzige Gewerk, dessen Fehler sich in der Post kaum reparieren lassen.

TonmischungTon

auch: Mix · Abmischung

Das Ausbalancieren aller Tonspuren zueinander: Sprache vorn, Musik darunter, Effekte dazwischen. Der Schritt, der über die Verständlichkeit entscheidet.

Top ShotBildgestaltung

auch: Draufsicht · Bird's Eye

Senkrecht von oben. Beliebt für Arbeitsflächen, Food und Produktanordnungen, weil er Ordnung und Handwerk zeigt.

TotaleBildgestaltung

auch: Wide Shot · Long Shot

Weite Einstellung, die Person und Umgebung zeigt. Ordnet ein und schafft Überblick, eignet sich aber nicht für Emotion.

TrackingGrafik, Animation & VFX

auch: Motion Tracking

Verfolgen eines Punkts oder einer Fläche über die Zeit, damit eingefügte Elemente die Kamerabewegung mitmachen. Grundlage für alles, was fest im Bild verankert wirken soll.

TrailerFormate & Genres

Etwas länger als der Teaser und inhaltlich konkreter: Er zeigt, worum es geht, und endet mit einer Aufforderung. Im Unternehmenskontext meist der Vorspann zu einer Kampagne oder einem Event.

TranskodierungDateien & Technik

auch: Konvertierung

Umwandlung von einem Codec in einen anderen. Jeder Durchgang kostet Qualität — deshalb wird möglichst direkt vom Master exportiert.

TranskriptAusspielung & Plattformen

auch: Abschrift

Verschriftlichung des gesprochenen Inhalts. Nützt der Auffindbarkeit, weil Suchmaschinen kein Video hören können — und der Barrierefreiheit.

TreatmentKonzept & Vorbereitung

Beschreibung des Films in Prosa, bevor ein einziges Bild existiert: Aufbau, Tonalität, Bildsprache, ungefähre Szenenfolge. Das zentrale Freigabedokument — wer hier zustimmt, weiß, was er bekommt.

U

ÜberblendungSchnitt & Montage

auch: Blende · Dissolve · Crossfade · Kreuzblende

Weicher Übergang, bei dem sich zwei Einstellungen überlagern. Signalisiert Zeitsprung oder Ortswechsel; inflationär eingesetzt wirkt sie altbacken.

UnternehmensfilmFormate & Genres

auch: Firmenfilm · Corporate Video

Nüchterner als der Imagefilm: Er erklärt Standort, Leistungen, Abläufe und Team eher informativ als emotional. Häufig etwas länger und stärker gegliedert, weil er konkrete Fragen beantworten soll. Die Grenze zum Imagefilm ist fließend und in der Praxis oft eine Frage der Gewichtung.

Unternehmensfilm Wien →

UntersichtBildgestaltung

auch: Froschperspektive · Low Angle

Kamera unterhalb der Augenhöhe, Blick nach oben. Lässt Personen und Gebäude größer und dominanter wirken.

UntertitelSchnitt & Montage

auch: Subtitles · Captions · SRT

Eingeblendeter Text der gesprochenen Sprache. Auf Social praktisch Pflicht, weil ein Großteil ohne Ton schaut — und zugleich ein Beitrag zur Barrierefreiheit.

UrheberrechtRecht & Organisation

Das Recht am eigenen Werk, das in Österreich und Deutschland beim Urheber verbleibt und nicht übertragen werden kann. Übertragen werden immer nur Nutzungsrechte.

V

Variabler NDKamera & Optik

auch: VND

Stufenlos regelbarer Graufilter. Schnell in der Anwendung, kann bei starker Regelung aber Farbstiche und dunkle Kreuze im Bild erzeugen.

VektorskopFarbe & Look

auch: Vectorscope · Hauttonlinie

Messanzeige, die die Farbverteilung eines Bildes als Punktwolke zeigt. Ihre wichtigste Linie ist die Hauttonlinie: Menschliche Haut liegt unabhängig von der Herkunft entlang dieser Diagonalen. Wir prüfen damit jede Einstellung mit einem Menschen darin — das Auge allein täuscht nach zwei Stunden am Grading-Platz.

Color Grading: so arbeiten wir →

VerschlusszeitKamera & Optik

auch: Shutter · Belichtungszeit

Wie lange jedes Einzelbild belichtet wird. Im Film an die Bildrate gekoppelt: Bei 25 fps ist 1/50 Sekunde der Normalfall, weil so die gewohnte Bewegungsunschärfe entsteht.

VFXGrafik, Animation & VFX

auch: Visual Effects · Spezialeffekte

Sammelbegriff für alles digital Erzeugte oder Veränderte im Bild. Im Unternehmensfilm meist unsichtbare Arbeit — die auffälligen Effekte sind die Ausnahme.

Video-SEOAusspielung & Plattformen

Maßnahmen, damit ein Video gefunden wird: sprechender Titel, Beschreibung, Transkript, strukturierte Daten. Ohne sie bleibt selbst ein guter Film unsichtbar.

VideoObjectAusspielung & Plattformen

auch: Schema.org · Strukturierte Daten

Maschinenlesbare Auszeichnung eines Videos im Quelltext. Ermöglicht Videovorschauen direkt in den Suchergebnissen.

VignetteFarbe & Look

Abdunklung der Bildränder. Lenkt den Blick zur Mitte; wird sie bemerkt, ist sie zu stark.

Voice-overTon

auch: VO · Off-Stimme · Sprecher:in

Gesprochener Kommentar über dem Bild, meist im Studio aufgenommen. Ordnet ein und rafft — kann einen Film aber auch belehrend machen, wenn er alles erklärt, was ohnehin zu sehen ist.

VollformatKamera & Optik

auch: Full Frame · Kleinbild

Sensorgröße von 36 × 24 mm. Ergibt bei gleicher Bildeinstellung geringere Schärfentiefe und ein weicheres Hintergrundbild als kleinere Sensoren — der Grund, warum Vollformat oft als „cineastischer“ empfunden wird.

VordergrundBildgestaltung

auch: Foreground · Foreground Element

Bewusst gesetztes unscharfes Element vor dem Motiv — eine Pflanze, ein Türrahmen, eine Schulter. Erzeugt Tiefe und den Eindruck, dabei zu sein statt zuzusehen.

W

WaveformKamera & Optik

auch: Wellenform · Belichtungsmesser

Grafische Darstellung der Helligkeitsverteilung im Bild. Zeigt objektiv, ob Lichter ausbrennen oder Schatten absaufen — verlässlicher als das Auge auf einem Display in der Sonne.

Color Grading: so arbeiten wir →

Weiches LichtLicht

Licht aus einer großen Fläche mit fließenden Schattenkanten. Schmeichelhaft und für Interviews der Normalfall.

WeißabgleichLicht

auch: White Balance · WB

Einstellung, die der Kamera sagt, welche Lichtfarbe als Weiß gelten soll. Falsch gesetzt ergibt er blaue oder orangestichige Bilder; in RAW nachträglich korrigierbar, sonst nur begrenzt.

WeitwinkelKamera & Optik

Kurze Brennweite mit großem Bildwinkel. Zeigt viel Raum, betont Vordergrundobjekte und verzerrt Gesichter aus der Nähe — für Porträts deshalb ungeeignet.

WerbespotFormate & Genres

auch: Commercial · TV-Spot

Kurzformat mit klarer Verkaufsabsicht, meist 15, 20 oder 30 Sekunden. Die Länge ist keine kreative Entscheidung, sondern eine Vorgabe des Werbeplatzes.

WetterausfalltagKaufmännisches

auch: Weather Day

Ersatztermin für wetterabhängige Außendrehs. Wird als Option gebucht und nur bei Bedarf berechnet — deutlich günstiger als eine kurzfristige Neuplanung.

WrapAm Set

auch: Drehschluss · That's a wrap

Das offizielle Ende des Drehtags, ausgerufen von Regie oder Aufnahmeleitung, sobald die letzte Einstellung im Kasten ist. Danach wird abgebaut, Material gesichert und die Location übergeben. Wichtig für die Kalkulation: Der Drehtag endet mit dem Wrap, nicht mit der letzten Aufnahme – der Abbau gehört dazu.

Z

ZahlungszielKaufmännisches

Frist, innerhalb derer eine Rechnung zu begleichen ist, meist 14 bis 30 Tage.

ZebraKamera & Optik

Schraffur im Sucherbild, die überbelichtete Bereiche markiert. Einfache Warnung vor Details, die sich später nicht mehr zurückholen lassen.

ZeitlupeSchnitt & Montage

auch: Slow Motion · Slowmo

Verlangsamte Wiedergabe. Setzt eine höhere Aufnahmebildrate voraus — nachträglich verlangsamtes 25p ruckelt, egal welche Software zum Einsatz kommt.

ZeitrafferSchnitt & Montage

auch: Timelapse

Stark beschleunigte Wiedergabe aus Einzelbildern in großen Zeitabständen. Zeigt Prozesse, die in Echtzeit nicht sichtbar wären — Aufbau, Wetter, Baufortschritt.

ZielgruppeKonzept & Vorbereitung

Die Menschen, für die der Film gemacht ist. Bestimmt Tonalität, Länge und Kanal — ein Film für Einkäufer:innen im Anlagenbau sieht anders aus als einer für Lehrlinge.

ZoomBildgestaltung

Änderung der Brennweite während der Aufnahme. Wirkt anders als eine Fahrt, weil sich der Raum nicht verändert, sondern nur der Ausschnitt. Im dokumentarischen Stil bewusst sparsam eingesetzt.

Zwei-Klick-LösungAusspielung & Plattformen

auch: Klick-Fassade · Click to Load

Verfahren, bei dem statt des Videos zunächst nur ein Vorschaubild geladen wird. Erst der aktive Klick stellt die Verbindung zum Anbieter her — der saubere Weg für DSGVO-konforme Einbettungen.

ZweierBildgestaltung

auch: Two Shot

Zwei Personen in einer Einstellung. Zeigt Beziehung und räumliche Nähe, ohne dass geschnitten werden muss.

ZykloramaAm Set

auch: Hohlkehle · Cyc

Fugenlos in die Wand übergehender Studioboden, der einen endlosen Hintergrund erzeugt. Standard für Porträts und Produktaufnahmen vor Weiß.

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