180-Grad-Regel (Shutter)Kamera & Optik
auch: Shutter Angle
Faustregel, nach der die Verschlusszeit doppelt so kurz ist wie die Bildrate. Abweichungen wirken sofort: kürzer wird stroboskopisch hart, länger verschmiert die Bewegung.
In Angeboten, Treatments und Call Sheets stehen Begriffe, die man nur kennt, wenn man damit arbeitet. Hier sind sie erklärt – 375 Stück, in der Sprache der Auftraggeber:innen statt im Fachjargon. Von Achsensprung bis Zyklorama.
auch: Shutter Angle
Faustregel, nach der die Verschlusszeit doppelt so kurz ist wie die Bildrate. Abweichungen wirken sofort: kürzer wird stroboskopisch hart, länger verschmiert die Bewegung.
Flächige Animation, oft im Stil der Corporate Identity. Günstiger als 3D und für Erklärvideos meist die passendere Wahl.
auch: VR-Video
Rundumaufnahme, in der Zuschauende die Blickrichtung selbst bestimmen. Interessant für Rundgänge, in der Praxis aber selten, weil klassische Schnittdramaturgie hier nicht funktioniert.
Räumlich berechnete Animation. Unersetzlich, wenn ein Produkt im Inneren gezeigt oder etwas dargestellt werden soll, das es real noch nicht gibt.
auch: UHD · 2160p
Rund 3840 × 2160 Bildpunkte. Sinnvoll vor allem als Aufnahmeformat, weil es Reserve zum Beschneiden und Reframen gibt — auch wenn am Ende in HD ausgespielt wird.
Noch höhere Aufnahmeauflösungen. Interessant für starke Ausschnitte und Hochformat-Ableitungen, erzeugen aber erhebliche Datenmengen und Rechenlast.
Das inhaltstragende Hauptmaterial, meist Interviews oder gespielte Szenen. Bildet die Tonspur, auf der die B-Roll aufsetzt.
auch: 180-Grad-Regel · Line Crossing
Wechsel der Kamera auf die andere Seite der gedachten Handlungsachse. Führt dazu, dass Personen im Schnitt plötzlich die Richtung tauschen — für Zuschauende irritierend, auch wenn sie den Grund nicht benennen können.
auch: Werbeschnitt · Performance Cut
Eigene Schnittfassung für bezahlte Werbung, meist mit sehr kurzem Einstieg und früher Markennennung. Unterscheidet sich bewusst vom organischen Schnitt.
auch: HLS · DASH
Technik, die die Videoqualität automatisch an die Verbindung anpasst. Der Grund, warum ein Video bei schlechtem Empfang unscharf wird statt zu stocken.
Die schnelle, rhythmische Zusammenfassung eines Events, oft musikgetrieben und ohne Sprache. Zweck ist selten die Dokumentation, sondern die Lust auf die nächste Ausgabe.
auch: Verwertungsgesellschaft · AKM · GEMA
Verwertungsgesellschaften, die Rechte an Musik verwalten — AKM in Österreich, GEMA in Deutschland. Wer bekannte Musik nutzen will, zahlt hier zusätzlich; GEMA-freie Lizenzmusik vermeidet das.
auch: Alpha · Transparenz
Zusätzlicher Kanal, der Transparenz speichert. Nötig, wenn Grafiken über anderes Material gelegt werden sollen — und der Grund, warum Logos als PNG oder mit ProRes 4444 geliefert werden.
auch: Cowboy Shot
Schnitt oberhalb der Knie — historisch so gewählt, dass im Western der Revolvergurt im Bild blieb. Heute eine bequeme Größe für Gespräche im Stehen.
auch: Anamorphotisch · Anamorphic
Objektivbauart, die das Bild optisch staucht und erst beim Entzerren das breite Kinoformat ergibt. Erzeugt ovale Lichtreflexe und horizontale Flares — ein sehr erkennbarer Kino-Look.
auch: Kostenvoranschlag · Offerte
Verbindliche Aufstellung von Leistung und Preis. Ein gutes Angebot listet auch, was nicht enthalten ist — dort entstehen sonst die Diskussionen.
Das Storyboard als bewegte Abfolge mit Timing und provisorischer Tonspur. Zeigt das Tempo des Films, lange bevor gedreht wird.
auch: Vorauszahlung · Teilrechnung
Teilzahlung vor Produktionsbeginn, häufig ein Drittel bis die Hälfte. Deckt Vorleistungen wie Technikmiete und Teambuchung ab.
auch: Ruhezeiten
Auch Filmdrehs unterliegen dem Arbeitszeitrecht, inklusive Pausen und Ruhezeiten zwischen zwei Drehtagen. Bei mehrtägigen Produktionen ein realer Planungsfaktor.
Langfristige Aufbewahrung von Rohmaterial und Master. Sollte vertraglich geregelt sein — viele Produktionen halten Rohmaterial nur für einen begrenzten Zeitraum vor.
auch: Rohmontage
Erste grobe Aneinanderreihung der brauchbaren Aufnahmen in Reihenfolge. Noch kein Film, sondern eine Bestandsaufnahme.
auch: Ambience · Atmosphäre
Die Klangkulisse eines Ortes: Werkstattgeräusche, Straßenlärm, Bürogemurmel. Ohne Atmo wirkt ein Film steril, weil absolute Stille in der Realität nie vorkommt.
auch: Synchronisation · Sync
Das Zusammenführen von separat aufgezeichnetem Ton und Bild. Läuft heute automatisch über Timecode oder Wellenformabgleich.
auch: Fade in · Fade out
Übergang von oder nach Schwarz. Markiert Anfang und Ende eines Films oder Kapitels.
auch: Fill Light · Fülllicht
Weiches Licht von der Gegenseite, das die Schatten des Führungslichts aufhellt. Über ihre Stärke wird der Kontrast gesteuert — nicht über die Helligkeit des Hauptlichts.
auch: Resolution
Anzahl der Bildpunkte, etwa 1920 × 1080 für Full HD. Mehr Auflösung heißt nicht automatisch besseres Bild — Optik, Licht und Codec wiegen schwerer.
auch: Produktionsleitung · Line Producer
Organisiert den Drehtag: Zeitplan, Catering, Parkplätze, Genehmigungen, Ansprechpartner vor Ort. Unsichtbar, wenn sie gut ist.
auch: Vogelperspektive · High Angle
Kamera oberhalb, Blick nach unten. Verkleinert das Motiv und schafft Überblick — bei Menschen mit Vorsicht einzusetzen, weil es sie schwach wirken lässt.
auch: Normalperspektive
Kamera auf Augenhöhe der Person. Neutral und auf Augenhöhe im Wortsinn — die Voreinstellung für glaubwürdige Interviews.
Automatisches Starten des Videos, meist stumm. Der Grund, warum die erste Einstellung ohne Ton funktionieren muss.
auch: Vorhandenes Licht · Natürliches Licht
Drehen mit dem Licht, das ohnehin da ist. Schnell und unaufdringlich, aber abhängig von Wetter und Tageszeit — und ohne Reserve, wenn es dunkler wird.
auch: Schnittbilder · Zwischenschnitte
Ergänzendes Bildmaterial, das über O-Töne gelegt wird: Hände bei der Arbeit, Details, Räume. Ohne ausreichend B-Roll bleibt im Schnitt nur die sprechende Person — und der Film wird zäh.
auch: Streifenbildung
Sichtbare Stufen in weichen Verläufen, etwa im Himmel oder auf einer Wand. Folge zu geringer Bit-Tiefe oder zu starker Kompression.
auch: Accessibility · A11y
Zugänglichkeit für Menschen mit Einschränkungen: Untertitel, ausreichender Kontrast, Audiodeskription. Für öffentliche Stellen verpflichtend, für alle anderen zunehmend erwartet.
auch: Lower Third · Namensinsert
Texteinblendung im unteren Bilddrittel mit Name und Funktion. Erscheint einmal je Person, nicht bei jeder Einstellung.
auch: Hero Shot
Die eine Einstellung, die ein Produkt so gut aussehen lässt wie irgend möglich: Makro, langsame Bewegung, Licht, das über Oberflächen wandert. Anders als der Packshot darf hier Stimmung mitspielen. Beauty Shots kosten Zeit – für zehn Sekunden fertiges Material sind zwei bis drei Stunden am Set normal.
Produktfilm Wien →auch: BTS · Making-of
Material vom Dreh selbst: Team beim Aufbau, Zwischenmomente, die Kamera hinter der Kamera. Für Unternehmen ein günstiger Nebenertrag des Drehtags, der auf Social Media oft besser läuft als der fertige Film – weil er ungeschminkt wirkt. Muss vorab vereinbart sein, sonst fehlt am Set die Person, die es aufnimmt.
So läuft ein Drehtag ab →Rechte Hand des Gaffers: Materialdisposition, Kabel, Stative, Nachschub. Trotz des Namens geschlechtsunabhängig besetzt.
auch: Haftpflichtversicherung
Versicherung für Schäden, die während der Produktion an fremdem Eigentum entstehen. Viele Locations verlangen einen Nachweis, bevor sie den Zutritt erlauben.
auch: Mitbestimmung
Bei Drehs im Unternehmen kann die Zustimmung des Betriebsrats erforderlich sein, sobald Mitarbeitende gefilmt werden. Frühzeitig klären erspart eine Absage am Drehtag.
auch: Framing · Kadrierung
Die Anordnung aller Elemente im Bildausschnitt. Entscheidet darüber, wohin der Blick zuerst fällt — und damit, was hängen bleibt.
auch: fps · Framerate · Bilder pro Sekunde
Wie viele Einzelbilder pro Sekunde aufgezeichnet werden. In Europa sind 25 fps der Standard, 50 fps geben Reserve für halbe Zeitlupe, 100 fps und mehr für starke Verlangsamung.
auch: Panoramafreiheit
Kunstwerke, Fassaden und Ausstellungsstücke können eigenen Rechten unterliegen. Die Panoramafreiheit deckt öffentlich und dauerhaft Sichtbares ab, aber nicht jeden Innenraum.
auch: IBIS · OIS · Stabilisierung
Ausgleich von Verwacklungen in Kamera oder Objektiv. Hilfreich aus der Hand, ersetzt aber kein Stativ — und kann bei Schwenks unschöne Nachschwinger erzeugen.
auch: 8 Bit · 10 Bit · 12 Bit
Wie fein Farbabstufungen gespeichert werden. 8 Bit reicht für die Wiedergabe, führt beim Grading aber zu Streifenbildung; 10 oder 12 Bit geben Spielraum.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Datenrate
Datenmenge pro Sekunde Video. Höhere Bitrate heißt mehr Detail, besonders bei Bewegung, Regen, Konfetti oder Laub — genau dort bricht eine zu niedrige Bitrate sichtbar zusammen.
auch: Blue Hour
Die Dämmerungsphase, in der der Himmel tiefblau leuchtet und Innenlichter schon brennen. Ideal für Gebäudeaufnahmen, dauert aber nur rund zwanzig Minuten.
auch: Aperture · f-Stop · T-Stop
Regelt, wie viel Licht durchs Objektiv fällt, und bestimmt gleichzeitig die Schärfentiefe. Kleine Zahl heißt weit geöffnet, viel Licht und wenig Schärfentiefe. Bei Cine-Objektiven wird statt f- der gemessene T-Stop angegeben.
Festlegung, wo sich Personen und Kamera während einer Einstellung bewegen. Wird vor dem Licht geprobt, weil das Licht davon abhängt.
Die Zeichnung der unscharfen Bereiche. Kein Maß für Schärfe, sondern für die Anmutung der Unschärfe — weich und rund gilt als angenehm, kantig und nervös als unruhig.
auch: Markenfilm
Die größte Form: eine Markengeschichte mit Kino-Anspruch, oft mit Drehbuch, Schauspiel und mehreren Drehtagen. Das Produkt tritt in den Hintergrund, die Haltung nach vorn. Entsprechend aufwendig in Konzept und Budget.
Bestimmt den Bildwinkel und damit, wie viel ins Bild passt. Kurze Brennweiten wirken weit und dynamisch, lange verdichten den Raum und schmeicheln Gesichtern. Die Wahl ist eine gestalterische, keine praktische.
Die Aufgabenstellung des Auftraggebers: Ziel, Zielgruppe, Botschaft, Kanal, Budget, Termin. Je präziser das Briefing, desto weniger Korrekturschleifen später. Ein gutes Briefing beschreibt das Problem, nicht die Lösung.
auch: Total Buyout
Pauschale Abgeltung aller Nutzungsrechte, meist zeitlich und räumlich unbegrenzt. Teurer im Angebot, aber ohne spätere Nachforderungen.
auch: Tagesdisposition · Dispo
Das Tagesblatt für alle Beteiligten: Wer ist wann wo, welche Szenen stehen an, wo wird geparkt, wann gibt es Essen, wer ist im Notfall erreichbar. Wird am Vorabend verschickt.
auch: CTA · Handlungsaufforderung
Die Aufforderung am Ende des Films: anrufen, anfragen, Website besuchen. Ohne CTA endet ein guter Film in Wohlwollen statt in einer Anfrage.
Befestigung der Kamera an einem Fahrzeug, etwa mit Saugnäpfen oder Spanngurten. Ermöglicht Fahraufnahmen von außen; Aufbau und Sicherung gehören in geübte Hände.
auch: Referenzfilm · Success Story
Erzählt ein konkretes Projekt entlang von Ausgangslage, Lösung und Ergebnis. Besonders im B2B stark, weil er Kompetenz an einem echten Fall belegt statt zu behaupten. Häufig kombiniert mit einem Testimonial.
Auswahl der Personen vor der Kamera. Im Unternehmensfilm häufig ein internes Casting: Wer im Team kann frei sprechen, ohne zu erstarren? Das entscheidet mehr über die Wirkung als jede Kameraeinstellung.
auch: 4:2:0 · 4:2:2 · 4:4:4
Verfahren, das Farbinformation stärker komprimiert als Helligkeit, weil das Auge sie weniger genau wahrnimmt. Für Greenscreen und starkes Grading ist mindestens 4:2:2 sinnvoll.
auch: Cineastischer Look · Filmlook
Die Summe aus Bewegungsunschärfe, Schärfentiefe, Lichtsetzung, Farbgebung und Format, die ein Bild nach Kino aussehen lässt. Kein Filter, sondern eine Kette von Entscheidungen.
Was macht ein Bild cineastisch? →auch: Übersteuerung · Verzerrung
Digitale Übersteuerung, bei der Signalspitzen abgeschnitten werden. Klingt hart und knackend und lässt sich nicht reparieren — nur neu aufnehmen.
auch: Chip on Board · Punktlicht
Kompakte, sehr helle LED-Punktquelle, an die verschiedene Formern angesetzt werden. Der Arbeitspferd-Scheinwerfer heutiger Sets.
Verfahren zur Komprimierung von Video. Bestimmt Dateigröße, Qualität und wie gut sich das Material schneiden lässt — der wichtigste technische Parameter nach der Auflösung.
auch: Farbgestaltung · Grading · Sekundäre Korrektur
Der gestalterische Schritt danach: Der Film bekommt eine Handschrift — wärmer, kühler, kontrastreicher, entsättigt. Hier entsteht ein erheblicher Teil dessen, was Zuschauende als Qualität empfinden.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: CST · Farbraumtransformation
Übersetzt das Log-Material einer Kamera in einen einheitlichen Arbeitsfarbraum und am Ende zurück in den Ausspielfarbraum. Der Grund, warum sich Material aus zwei verschiedenen Kameras im selben Film mischen lässt, ohne dass man den Wechsel sieht.
Color Grading: so arbeiten wir →Das Zusammensetzen mehrerer Bildebenen zu einem Bild. Reicht vom eingefügten Bildschirminhalt bis zur kompletten Hintergrundersetzung.
auch: Dateiformat · MOV · MP4 · MXF
Die Hülle, die Bild-, Ton- und Zusatzspuren zusammenhält. Die Endung sagt wenig über die Qualität — entscheidend ist der Codec darin.
auch: CI · Styleguide · Markenrichtlinie
Die verbindlichen Gestaltungsvorgaben einer Marke: Farben, Schriften, Logoabstände. Gehört vor Beginn der Grafikarbeit übermittelt, sonst wird zweimal gebaut.
auch: Farbwiedergabeindex · TLCI
Maß dafür, wie natürlich eine Lichtquelle Farben wiedergibt. Billige LEDs mit niedrigem CRI lassen Hauttöne fahl wirken — ein Fehler, der sich in der Farbkorrektur nur mühsam beheben lässt.
auch: Formatfaktor
Umrechnungsfaktor zwischen Sensorgrößen. Ein 50-mm-Objektiv wirkt an einem Super-35-Sensor wie etwa 75 mm am Vollformat — die Brennweite bleibt gleich, der Bildausschnitt wird enger.
Kurze Einstellung abseits der Haupthandlung, die Schnitte kaschiert und Zeit überbrückt. Das wichtigste Werkzeug, um Interviews unsichtbar zu kürzen.
auch: DIT · Datenmanagement
Das kontrollierte Kopieren und Prüfen des Materials am Set, mit Prüfsummenabgleich. Klingt nach Verwaltung, verhindert aber den einen Fehler, der ein ganzes Projekt kostet.
auch: Backup · 3-2-1-Regel
Mehrfaches Sichern des Drehmaterials, üblicherweise noch am Drehtag auf zwei getrennte Datenträger. Eine Speicherkarte ist keine Sicherung, sondern ein Risiko.
auch: Extreme Close-up · Insert
Ausschnitt eines Details: Hände, Werkzeug, Materialoberfläche. Trägt im Imagefilm oft mehr Information über Qualität als jede Aussage.
auch: Pro-Mist · Black Mist
Filter, der Lichter leicht ausblühen lässt und harte Kontraste mildert. Nimmt digitalen Aufnahmen die klinische Schärfe und wird deshalb gern für weiche Porträts eingesetzt.
auch: Diffusion · Diffusionsfolie
Halbtransparentes Material, das Licht streut und weicher macht. Vom Profi-Rahmen bis zum Backpapier — physikalisch macht die Fläche den Unterschied, nicht der Preis.
auch: DoP · DP · Kameramann · Kamerafrau · Bildgestaltung
Verantwortet das Bild: Kameraführung, Objektivwahl, Licht und Look. Übersetzt die Absicht der Regie in konkrete Entscheidungen über Brennweite, Blende und Lichtstimmung.
Das Gegenstück zu ProRes aus der Avid-Welt. Erfüllt denselben Zweck als Zwischen- und Masterformat.
auch: Doku-Stil · Documentary Style
Beobachtende Erzählweise ohne Inszenierung: echte Situationen, echte Menschen, keine Schauspielerei. Wirkt glaubwürdig, verlangt aber Drehzeit und Geduld, weil sich die guten Momente nicht bestellen lassen.
Rollwagen für die Kamera, meist auf Schienen. Ergibt sehr gleichmäßige Fahrten und einen Look, den Handkamera nicht erreicht.
Der Spannungsaufbau über die Laufzeit: Wo beginnt der Film, wo kippt er, wo endet er. Auch ein 90-Sekunden-Imagefilm braucht sie, sonst ist er eine Aufzählung.
auch: Live-Betrieb · Dreh ohne Sperrung
Gedreht wird, während Gäste, Kund:innen oder Mitarbeiter:innen ganz normal weitermachen. Spart die Kosten einer Schließung und liefert echte Atmosphäre, verlangt aber ein kleines Team, leises Equipment und geklärte Persönlichkeitsrechte für alle, die erkennbar ins Bild kommen. Standard bei Restaurant-, Hotel- und Recruitingfilmen.
Restaurantvideo Wien →auch: Skript · Script
Szenengenaue Ausarbeitung mit Dialogen, Handlung und Ort. Bei inszenierten Filmen unverzichtbar, bei dokumentarischen Formaten durch einen Fragenkatalog ersetzt.
auch: Shooting Schedule
Zeitliche Ordnung des Drehtags — nicht nach Story, sondern nach Effizienz: alles an einem Ort, alles mit einem Licht, alles mit derselben Person am Stück. Deshalb wird fast nie in der Reihenfolge des fertigen Films gedreht.
So läuft ein Drehtag ab →Die übliche Abrechnungseinheit einer Produktion, meist zehn Stunden inklusive Auf- und Abbau. Ein zweiter halber Drehtag ist fast nie halb so teuer wie ein ganzer.
Ablauf eines Drehtags →auch: Three-Point Lighting
Grundschema aus Führungslicht, Aufhellung und Gegenlicht. Kein Gesetz, aber die verlässlichste Ausgangslage für Interviews — und der Punkt, von dem aus man bewusst abweicht.
auch: Rule of Thirds
Gestaltungsregel, die das Bild in neun Felder teilt und Motive auf die Linien setzt. Eine brauchbare Voreinstellung, keine Vorschrift — mittige Kompositionen können stärker sein.
auch: Betriebsbewilligung · Austro Control
In Österreich ist der Drohnenbetrieb registrierungs- und je nach Kategorie genehmigungspflichtig, mit besonderen Auflagen über Menschen und in Städten. Gehört mit Vorlauf geklärt, nicht am Drehtag.
auch: Luftaufnahmen · Aerials
Aufnahmen aus der Luft, meist zur Einordnung eines Standorts oder als Auftakt. Sparsam eingesetzt stark, inflationär eingesetzt beliebig — und in Österreich genehmigungspflichtig.
auch: Datenschutz · GDPR
Datenschutzgrundverordnung. Betrifft Filmproduktionen bei erkennbaren Personen, bei der Speicherung von Aufnahmen und bei der Einbettung von Videos auf Websites.
auch: Dual Native ISO
Sensoren mit zwei nativen Empfindlichkeiten. Der zweite Basiswert erlaubt Aufnahmen bei wenig Licht, ohne den Rauschanstieg, den ein einfaches Hochregeln mit sich brächte — praktisch für Nacht- und Available-Light-Drehs.
Automatisches Absenken der Musik, sobald jemand spricht. Hält Sprache verständlich, ohne dass die Musik ganz verschwindet.
auch: Dynamic Range · Blendenstufen
Der Kontrastbereich zwischen dunkelstem und hellstem noch gezeichnetem Bereich, gemessen in Blendenstufen. Entscheidet, ob bei einem Gegenlichtfenster beides erhalten bleibt: Gesicht und Aussicht.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Embed · iframe
Einbinden eines gehosteten Videos in eine Website. Datenschutzrechtlich relevant, weil dabei Daten an den Anbieter fließen.
auch: Shot Size
Wie nah die Kamera am Motiv ist — von der Totale bis zum Detail. Die Abfolge der Größen erzeugt Rhythmus; wer immer gleich nah bleibt, langweilt unabhängig vom Inhalt.
auch: Arbeitgebermarke
Der Ruf eines Unternehmens als Arbeitgeber – und die Arbeit daran. Ein Recruitingfilm ist das sichtbarste Werkzeug dafür, ersetzt die Strategie aber nicht: Er kann nur zeigen, was im Betrieb tatsächlich gelebt wird. Wer die Arbeitgebermarke erst im Film erfindet, produziert Enttäuschung in der Probezeit.
Employer-Branding-Videos Wien →auch: EVP · Arbeitgeberversprechen
Die ein bis drei Gründe, warum jemand genau hier arbeiten sollte und nicht beim Mitbewerber zwei Straßen weiter. Sie ist der Kern jedes Recruitingfilms: Steht die EVP nicht vor dem Dreh fest, erzählt der Film alles und damit nichts. Gute EVPs sind konkret („Vier-Tage-Woche in der Produktion“) statt generisch („flache Hierarchien“).
Employer-Branding-Videos Wien →auch: Dereverb
Nachträgliche Reduktion von Raumhall. Rettet Aufnahmen aus großen, kahlen Räumen — besser ist, den Hall gar nicht erst aufzunehmen.
auch: Denoise · Rauschunterdrückung
Nachträgliches Entfernen von Störgeräuschen wie Lüftungsbrummen. Funktioniert erstaunlich gut, klingt bei zu starkem Eingriff aber blechern.
auch: Technikversicherung
Deckt Schäden und Diebstahl an Kamera- und Lichttechnik. Bei gemietetem Equipment in der Regel Voraussetzung für die Anmietung.
auch: Explainer · Explainer Video
Erklärt ein Produkt, eine Dienstleistung oder einen Ablauf Schritt für Schritt. Kann als Realdreh, als Animation oder als Mischung entstehen. Erfolgsmaßstab ist nicht Schönheit, sondern ob danach weniger Rückfragen kommen.
auch: 1st AD · Regieassistenz
Hält den Drehplan zusammen und gibt das Tempo am Set vor. Kündigt an, was als Nächstes kommt, und sorgt dafür, dass alle Gewerke gleichzeitig fertig sind.
auch: Etablierende Einstellung
Die einordnende Einstellung zu Beginn einer Sequenz: Wo sind wir? Meist weit, oft die Außenansicht eines Gebäudes.
auch: Eventvideo
Dokumentation einer Veranstaltung: Bühne, Publikum, Stimmung, Kernaussagen. Ergibt meist zwei Fassungen — einen kurzen Aftermovie für Social und einen längeren Rückblick für die Website.
auch: Rendern · Ausspielung
Berechnung der fertigen Videodatei aus der Schnittfassung. Für jeden Kanal mit eigenen Einstellungen, weil YouTube andere Anforderungen hat als eine PowerPoint-Präsentation.
Darstellung, die Helligkeitswerte in Falschfarben übersetzt. Erlaubt es, Hauttöne und ausgefressene Lichter auf einen Blick zu prüfen.
auch: Gel · CTB · CTO
Folie vor der Lampe, die Lichtfarbe verändert. CTO wärmt, CTB kühlt — so lassen sich Kunstlicht und Tageslicht auf eine gemeinsame Farbtemperatur bringen.
auch: Color Correction · Primäre Korrektur
Technischer Schritt, der alle Aufnahmen auf eine gemeinsame, neutrale Basis bringt: Belichtung, Weißabgleich, Kontrast. Muss vor jeder gestalterischen Arbeit passieren.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Color Space · Gamut
Der Umfang darstellbarer Farben. Größere Farbräume erfassen mehr, müssen für die Ausspielung aber wieder auf das Zielformat gebracht werden.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Kelvin · K
Maß für die Lichtfarbe in Kelvin. Rund 3200 K entsprechen warmem Kunstlicht, etwa 5600 K dem Tageslicht. Mischt man beide unkontrolliert, entstehen Gesichter mit zwei Farbstichen.
auch: Fine Cut
Ausarbeitung von Rhythmus, Übergängen und Timing auf den Frame genau. Hier entsteht das Gefühl, dass ein Film „sitzt“.
auch: Prime · Prime-Objektiv
Objektiv mit unveränderlicher Brennweite. Meist lichtstärker, schärfer und leichter als ein Zoom — dafür muss man sich mit den Füßen bewegen statt am Ring zu drehen.
auch: Pauschale · Pauschalangebot
Fixer Preis für einen klar umrissenen Leistungsumfang. Gibt beiden Seiten Sicherheit, verlangt aber ein sauber definiertes Ergebnis.
Unsere Fixpreis-Pakete →auch: Audiorecorder · Tonrecorder
Eigenständiges Aufnahmegerät für Ton, getrennt von der Kamera. Bietet bessere Vorverstärker und mehr Spuren als jede Kamera.
auch: Grain
Bewusst hinzugefügte feine Körnung. Nimmt digitalen Bildern die Sterilität und kaschiert Banding in glatten Flächen.
auch: Schärfe · Schärfeebene
Die Ebene, in der das Bild scharf abgebildet wird. Im Film meist manuell gesetzt, weil der Autofokus nicht weiß, welches Detail erzählerisch wichtig ist.
auch: Peaking · Schärfeindikator
Farbige Markierung der scharfen Kanten im Monitorbild. Hilfsmittel beim manuellen Fokussieren, besonders bei geringer Schärfentiefe.
auch: Geräuschemacher
Nachträglich im Studio eingespielte Alltagsgeräusche — Schritte, Stoffrascheln, Tassen. Klingt oft echter als der Originalton, weil er isoliert und kontrolliert entsteht.
Mechanik am Objektiv, mit der die Schärfe präzise und wiederholbar gezogen wird. Erlaubt markierte Endpunkte für geplante Schärfeverlagerungen.
auch: Food Stylist · Speisen-Styling
Das Herrichten von Speisen und Getränken für die Kamera, damit sie auch nach zwanzig Minuten unter Licht noch frisch aussehen. Beim Restaurantvideo übernimmt das meist die Küche selbst mit Anleitung vom Set – ein eigener Food Stylist lohnt sich erst bei Kampagnen und Produktfilmen für Lebensmittel.
Restaurantvideo Wien →auch: Interviewleitfaden
Vorbereitete Fragen für O-Ton-Aufnahmen. Wird den Befragten bewusst nicht wörtlich vorab gegeben — sonst kommen auswendig gelernte Antworten statt echter Sätze.
auch: Einzelbild
Ein einzelnes Bild des Videos. Bei 25 fps dauert es 40 Millisekunden — die kleinste Einheit, in der im Schnitt gearbeitet wird.
auch: Approval · Abnahme
Die verbindliche Zustimmung zu einem Zwischenstand — Treatment, Rohschnitt, Endfassung. Jede Freigabe schließt eine Phase ab; wer sie überspringt, diskutiert später Grundsätzliches an der falschen Stelle.
Das Abheben einer Person vom Hintergrund durch Unschärfe, Licht oder Farbkontrast. Ein zentrales Mittel, damit ein Bild nicht flach wirkt.
auch: Durchlaufende Posten
Kosten, die die Produktion für den Auftraggeber verauslagt: Location-Miete, Schauspielergagen, Musiklizenzen. Werden meist ohne oder mit geringem Aufschlag weitergegeben.
Scheinwerfer mit Stufenlinse, dessen Lichtkegel sich von weich bis spot regeln lässt. Gibt kontrolliertes, gerichtetes Licht mit sauberer Kante.
auch: Key Light · Hauptlicht
Die dominante Lichtquelle, die Form und Richtung vorgibt. Ihre Position entscheidet über den Charakter des Bildes mehr als jede andere Lampe.
auch: 1080p · HD
1920 × 1080 Bildpunkte. Für Website und Social bis heute völlig ausreichend und der Standard, in dem die meisten Filme ausgeliefert werden.
auch: Oberbeleuchter:in · Chefbeleuchter:in
Leitet das Licht-Team und setzt das Lichtkonzept der Bildgestaltung technisch um. Kennt Stromlast, Kabelwege und die schnellste Lösung für einen Raum.
auch: Backlight · Kante · Rim Light · Haarlicht
Licht von hinten, das eine helle Kante an Kopf und Schultern erzeugt. Trennt die Person vom Hintergrund und erzeugt Tiefe — oft der Unterschied zwischen Video und Film.
auch: NDA · Verschwiegenheitsvereinbarung
Vereinbarung über die Vertraulichkeit dessen, was am Set gesehen wird. In Produktion und Entwicklung üblich und meist beidseitig sinnvoll.
Motorisierte Aufhängung, die die Kamera im Gehen ruhig hält. Ermöglicht fließende Fahrten ohne Schienen, verlangt aber Übung und Balancierzeit.
Schablone vor der Lichtquelle, die Muster wirft — Fensterkreuze, Blätter, Lamellen. Bringt Struktur auf leere Wände.
auch: Golden Hour · Magic Hour
Die Stunde nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang mit tiefem, warmem Licht. Sehr schön und sehr kurz — sie muss im Drehplan stehen, sonst ist sie vorbei.
auch: Nachhaltige Produktion · Green Production
Produzieren mit möglichst kleinem Fußabdruck: Bahn statt Flug, Ökostrom statt Generator, LED statt HMI, Mehrweg am Catering, kleine Teams und kurze Wege. Für viele Unternehmen inzwischen Teil der Ausschreibung. In Wien ist das meiste davon ohne Mehrkosten machbar, weil die Locations nah beieinander liegen.
Zuständig für alles, was Kamera und Licht trägt oder bewegt: Stative, Dollys, Kräne, Klemmen, Abschattungen. Der Beruf, der aus einer Idee einen sicheren Aufbau macht.
auch: Close-up · Groß
Das Gesicht füllt das Bild. Zeigt Regungen, die in weiteren Einstellungen verlorengehen, und wird deshalb für die emotionalen Momente aufgehoben.
auch: AVC · MP4
Der verbreitetste Auslieferungscodec. Kleine Dateien, überall abspielbar, aber stark komprimiert und deshalb für Weiterbearbeitung ungeeignet.
auch: HEVC
Nachfolger von H.264 mit etwa halber Dateigröße bei gleicher Qualität. Nicht auf allen älteren Geräten und in allen Programmen problemlos abspielbar.
Weiches rötliches Leuchten um helle Lichtquellen, ursprünglich ein Nebeneffekt von Analogfilm. Wird heute nachgebaut, weil es Bilder wärmer und organischer wirken lässt.
auch: Medium Shot
Person etwa ab der Hüfte. Die Standardgröße für Interviews, weil Gestik sichtbar bleibt und das Gesicht groß genug ist.
auch: Medium Long Shot
Zeigt Personen etwa ab den Knien mit erkennbarer Umgebung. Der Arbeitsbereich für Handlungen, weil man Bewegung und Kontext gleichzeitig sieht.
auch: Handheld
Frei aus der Hand geführte Kamera. Bringt Unmittelbarkeit und Nervosität ins Bild — als Stilmittel wirksam, als Notlösung erkennbar.
Licht aus einer kleinen Quelle mit klar begrenzten Schatten. Dramatisch und grafisch, aber unbarmherzig zu Hautstrukturen.
auch: Skin Tones
Die empfindlichste Farbgruppe überhaupt. Zuschauende erkennen falsche Hauttöne sofort, auch wenn sie den Fehler nicht benennen können — im Grading haben sie deshalb Vorrang.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: High Dynamic Range
Ausspielung mit erweitertem Kontrast- und Farbumfang. Beeindruckend auf geeigneten Displays, erfordert aber eine eigene Bearbeitung und eine zweite Fassung für normale Bildschirme.
auch: Kopffreiheit
Der Abstand zwischen Kopf und oberem Bildrand. Zu viel wirkt verloren, zu wenig beengt — und ändert sich mit der Einstellungsgröße.
auch: Aussteuerungsreserve
Der Abstand zwischen dem lautesten aufgenommenen Signal und der Übersteuerungsgrenze. Sicherheitsabstand für unerwartete Lacher und Hustenanfälle.
auch: Header-Video · Hintergrundvideo · Website-Loop
Das Video, das ganz oben auf einer Website ohne Ton in Schleife läuft. Es braucht keine Geschichte, sondern Atmosphäre: 10 bis 20 Sekunden, ruhige Bewegung, ein sauberer Übergang vom Ende zum Anfang. Muss klein komprimiert sein, sonst bremst es die Ladezeit der Seite – für Hotels und Restaurants oft der wirksamste Einsatzort von Bewegtbild.
Hotelvideo Wien →Helles, kontrastarmes Lichtkonzept mit wenig Schatten. Wirkt sauber, freundlich und offen — typisch für Medizin, Beauty und Corporate.
auch: Set Light · Background Light
Licht, das ausschließlich den Hintergrund gestaltet. Verhindert, dass hinter der Person ein schwarzes Loch entsteht.
Sehr leistungsstarker Tageslichtscheinwerfer. Wird gebraucht, wenn gegen Sonne durch ein Fenster gearbeitet werden muss; braucht Strom und Vorlaufzeit.
auch: 9:16 · Vertical · Vertikal
Das Format für Reels, Shorts, TikTok und Stories. Kein beschnittenes Querformat, sondern eine eigene Bildsprache — Personen stehen mittig, Text bleibt aus den Rändern.
auch: Force Majeure · Wetterausfall
Regelung für Ereignisse, die niemand zu verantworten hat — Unwetter, Krankheit, behördliche Auflagen. Sollte im Vertrag stehen, bevor sie eintritt.
auch: Opener · Aufhänger
Der Einstieg, der zum Weiterschauen bringt. Auf Social entscheidet er innerhalb von ein bis zwei Sekunden über die gesamte Reichweite.
auch: Videohosting · Vimeo · YouTube
Der Ort, an dem das Video liegt. Videodateien direkt auf der Website zu hosten verlangsamt sie; ein Videodienst liefert schneller aus, bindet aber Dritte ein.
Film für Hotellerie: Zimmer, Frühstück, Spa, Lage. Ziel ist Buchungsgefühl statt Bildkatalog — und der Direktbuchungskanal statt der Plattform.
Hotelvideo Wien →Mischung aus dokumentarischen und inszenierten Passagen — in der Unternehmenskommunikation der Normalfall. Echte O-Töne tragen die Aussage, gestellte Bilder sorgen für Qualität und Anschluss.
Zeitraffer mit bewegter Kamera. Aufwendig in der Aufnahme, weil jeder Standort exakt versetzt angefahren werden muss.
auch: Image-Film · Corporate Film
Der Film, der ein Unternehmen als Ganzes zeigt: wofür es steht, wer dahintersteht, warum man mit ihm arbeiten will. Er argumentiert weniger über Fakten als über Haltung und Atmosphäre. Typische Länge sind 90 bis 180 Sekunden, Einsatzort ist die Startseite, der Messestand oder ein Pitch.
Imagefilm Wien →auch: Videoserie · Content-Serie
Mehrere kurze Filme mit gemeinsamer Bildsprache statt eines einzelnen langen. Erhöht die Reichweite über Zeit und lässt sich in einem Drehblock produzieren, was pro Film deutlich günstiger ist.
Auch Videokanäle unterliegen in Österreich der Offenlegungspflicht. Betrifft eigene Kanäle, nicht den einzelnen Film.
auch: Datenvisualisierung
Grafische Darstellung von Zahlen und Zusammenhängen. Im Film gilt: eine Aussage pro Grafik, sonst liest niemand mit.
auch: Kamera-Coaching · Vorbereitung vor der Kamera
Die kurze Vorbereitung von Mitarbeiter:innen oder Geschäftsführung direkt vor dem Interview: Wohin schauen, wie lang antworten, was tun mit den Händen. Kein Schauspielunterricht, sondern fünf Minuten, die aus steifen Sätzen ein Gespräch machen. Bei Recruiting- und Unternehmensfilmen der Unterschied zwischen glaubwürdig und auswendig gelernt.
Unternehmensfilm Wien →auch: Talking Head
Ein Film, der von O-Tönen getragen wird; Bilder illustrieren das Gesagte. Günstig in der Produktion und inhaltlich flexibel, steht und fällt aber mit der Qualität der Fragen und der Gesprächsführung.
auch: All-Intra · Long GOP
Intraframe speichert jedes Bild vollständig, Interframe nur die Unterschiede zum Vorbild. Intraframe ist größer, aber im Schnitt deutlich flüssiger zu bearbeiten.
auch: Empfindlichkeit · Gain
Regelt die Lichtempfindlichkeit der Aufnahme. Höhere Werte erlauben Drehs bei wenig Licht, erhöhen aber das Bildrauschen.
Der Ton der nächsten Szene setzt vor dem Bild ein. Zieht Zuschauende in die neue Szene, bevor sie sie sehen — einer der wirksamsten unauffälligen Schnitttricks.
Sprung innerhalb derselben Einstellung, bei dem ein Stück fehlt. Früher Fehler, heute in Social-Formaten bewusstes Tempomittel.
auch: Monitorkalibrierung
Vermessung und Justierung des Bearbeitungsmonitors. Ohne sie ist jedes Grading eine Vermutung — und sieht auf anderen Geräten anders aus.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Budgetierung
Aufstellung aller Kosten: Team, Technik, Location, Musik, Post, Puffer. Die Grundlage dafür, dass ein Angebot trägt statt nur günstig auszusehen.
auch: 1st AC · Focus Puller · Schärfezieher
Zieht die Schärfe, wechselt Objektive und hält die Kamera betriebsbereit. Bei offener Blende eine hochpräzise Aufgabe — wenige Zentimeter entscheiden über brauchbar oder unbrauchbar.
auch: Dolly Shot · Fahrt
Die gesamte Kamera bewegt sich durch den Raum. Erzeugt echte Tiefe, weil sich Vorder- und Hintergrund unterschiedlich schnell verschieben — der Unterschied zum Zoom.
auch: Werbekennzeichnung · KI-Kennzeichnung
Bezahlte Inhalte müssen als Werbung erkennbar sein; für KI-generierte oder wesentlich veränderte Inhalte greift zusätzlich die Transparenzpflicht des EU-KI-Gesetzes.
auch: Key Message
Der eine Satz, den Zuschauende nach dem Film behalten sollen. Wer drei Kernbotschaften hat, hat keine.
auch: Greenscreen · Chroma Key · Bluescreen
Freistellen einer Person vor einem einfarbigen Hintergrund. Verlangt gleichmäßig ausgeleuchtetes Grün und ausreichend Abstand — sonst entstehen grüne Säume, die nicht zu retten sind.
auch: Kickoff-Meeting · Auftaktgespräch
Das erste Arbeitstreffen nach der Beauftragung: Ziele, Zielgruppe, Kernbotschaft, Beteiligte und Termine werden festgezurrt. Dauert meist eine Stunde und erspart später Tage. Alles, was hier nicht besprochen wird, kommt als Änderungswunsch in der Postproduktion zurück – dann teurer.
Ablauf eines Imagefilm-Drehs →auch: Slate · Filmklappe
Kennzeichnet Szene und Take und liefert mit dem Klappgeräusch einen Synchronpunkt für getrennt aufgezeichneten Ton. Bei Timecode-Synchronisation nur noch zur Beschriftung nötig.
auch: Score · Auftragsmusik
Eigens für den Film geschriebene Musik. Passt exakt auf Schnitt und Dramaturgie und ist rechtlich unproblematisch, kostet aber ein Vielfaches der Lizenzmusik.
auch: Artefakte · Blockbildung
Sichtbare Klötzchen und Unschärfen bei zu starker Komprimierung. Treten zuerst in dunklen Flächen und bei schnellen Bewegungen auf.
Der Unterschied zwischen hellen und dunklen Bildbereichen. Hoher Kontrast wirkt hart und dramatisch, flacher Kontrast ruhig und dokumentarisch.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Feedbackrunde · Revision
Eine Runde Änderungswünsche nach einem Zwischenstand. Übliche Angebote enthalten zwei; darüber hinaus wird nach Aufwand abgerechnet. Gebündeltes Feedback aus einer Hand spart dabei am meisten.
auch: Stückkosten
Die eigentlich relevante Kennzahl: Ein Drehtag, aus dem fünf Filme entstehen, ist pro Film günstiger als drei einzelne Drehtage mit je einem Ergebnis.
Kostenüberblick →auch: Jib · Crane
Ausleger für Bewegungen in der Höhe. Wird zunehmend von Drohnen ersetzt, bleibt aber im Innenraum und bei präzisen Anschlüssen überlegen.
Der Ton der vorigen Szene läuft ins neue Bild hinein. Verbindet zwei Szenen, ohne dass der Schnitt hart wirkt.
auch: Page Speed · Core Web Vitals
Wie schnell eine Seite mit Video verfügbar ist. Große, automatisch geladene Videodateien sind eine der häufigsten Ursachen für langsame Websites.
auch: Echte Mitarbeiter:innen
Mitarbeitende statt Schauspieler:innen vor der Kamera. Glaubwürdiger und günstiger, verlangt aber mehr Drehzeit und eine Regie, die Menschen entspannen kann.
auch: Lavalier · Ansteckmikrofon · Lav · Funkmikro
Kleines Mikrofon am Revers, meist per Funkstrecke angebunden. Nah an der Stimme und dadurch unempfindlich gegen Raumhall — Standard bei Interviews.
auch: Führungslinien
Linien im Bild, die den Blick zum Motiv leiten: Straßen, Geländer, Tischkanten. Ein einfaches Mittel, um Tiefe zu erzeugen.
Flache Leuchte mit vielen LEDs, meist dimmbar und in der Farbtemperatur einstellbar. Kalt im Betrieb, netzunabhängig einsetzbar und darum der Standard bei mobilen Drehs.
auch: Schwarze Balken · Cinemascope-Balken
Schwarze Balken oben und unten, wenn ein breiteres Bild in ein 16:9-Format gelegt wird. Als Stilmittel verbreitet, aber nicht kostenlos: Es geht Bildhöhe verloren.
auch: Lighting Setup
Die Gesamtheit aller Lampen, Formern und Abschattungen für eine Einstellung. Ihr Aufbau ist am Drehtag meist der zeitaufwendigste Posten — und der, an dem man Qualität sieht.
Die größte Blendenöffnung eines Objektivs. Lichtstarke Objektive erlauben Aufnahmen bei wenig Licht und ein stärker freigestelltes Bild — und kosten entsprechend.
auch: Schatten Mitten Lichter · Shadows Midtones Highlights
Die drei Regelbereiche der Farbkorrektur: Schatten, Mitteltöne und Lichter. Getrennte Einstellbarkeit ist der Grund, warum ein Grading mehr kann als ein Instagram-Filter.
auch: Stockmusik · Production Music
Vorproduzierte Musik mit klarer Nutzungslizenz. Deutlich günstiger als eine Komposition und für die meisten Unternehmensfilme ausreichend — Lizenz und Nutzungsumfang gehören trotzdem geprüft.
auch: Motiv · Drehort
Der reale Ort, an dem gedreht wird — im Gegensatz zum Studio. Bringt Authentizität und spart Bau, erfordert aber Genehmigungen und Kompromisse bei Licht und Ton.
auch: Motivsuche · Recce
Besichtigung möglicher Drehorte vor dem Dreh. Geprüft werden nicht nur Optik, sondern Lichtverhältnisse zur Drehzeit, Lärm, Stromanschlüsse, Zugang und Genehmigungen. Erspart die teuersten Überraschungen.
auch: Log-Profil · C-Log · S-Log · V-Log
Flaches Aufnahmeprofil, das den vollen Kontrastumfang des Sensors speichert. Sieht direkt aus der Kamera blass und grau aus und ist genau deshalb im Grading formbar.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Logo Sting · Logo Reveal
Kurze Animation des Firmenlogos, meist am Ende. Wird einmal produziert und lässt sich danach in jedem weiteren Film wiederverwenden.
auch: Sprachversion · Sprachfassung · Mehrsprachige Version
Die Anpassung eines Films an weitere Sprachen oder Märkte: Untertitel, neu eingesprochenes Voice-over, übersetzte Bauchbinden und Grafiken. Am günstigsten, wenn sie von Anfang an mitgedacht ist – etwa indem Texte nicht fest ins Bild gebrannt, sondern als eigene Ebene angelegt werden. Für Unternehmen mit Standorten im Ausland fast immer relevant.
Dunkles Lichtkonzept mit wenigen Lichtern und viel Schatten. Erzeugt Ernst und Spannung; für Handwerk, Technik und Premiumprodukte oft passender als High Key.
auch: Lautheit · Loudness
Maßeinheit für die wahrgenommene Lautstärke. Plattformen normalisieren darauf — wer lauter abmischt, wird heruntergeregelt und klingt am Ende nur flacher.
auch: Look-up Table
Umrechnungstabelle für Farbwerte. Dient entweder der technischen Umwandlung von Log in ein normales Bild oder als vorgefertigter Look. Ein LUT ist ein Ausgangspunkt, kein fertiges Grading.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Gelenkarm
Verstellbarer Arm mit Klemme, mit dem sich leichte Kameras nahezu überall befestigen lassen. Der schnellste Weg zu einer Perspektive, für die sonst ein Stativ keinen Platz hätte.
Objektiv für sehr nahe Aufnahmen, oft im Abbildungsmaßstab 1:1. Unverzichtbar für Produktdetails, Materialstrukturen und Handwerksaufnahmen.
auch: Logos im Bild · Trademark
Fremde Logos und Markenprodukte im Bild können problematisch sein, wenn sie eine Verbindung suggerieren. Im Zweifel abkleben oder in der Post entfernen.
auch: Hair & Make-up · HMU
Haare und Make-up vor der Kamera. Auch bei Menschen, die sonst nie geschminkt sind, sinnvoll: Filmlicht zeichnet Glanz auf der Haut gnadenlos nach.
auch: Masterdatei · Sendemaster
Die Fassung in höchster Qualität, aus der alle weiteren Versionen abgeleitet werden. Gehört archiviert, denn sie ist die Grundlage jeder späteren Änderung.
Schnitt zwischen zwei Bildern mit ähnlicher Form oder Bewegung. Verbindet weit entfernte Inhalte elegant und wirkt geplant — was er auch sein muss.
auch: Shot Matching · Angleichung
Das Angleichen unterschiedlich aufgenommener Einstellungen aneinander. Nötig, sobald mit zwei Kameras oder über mehrere Tageszeiten gedreht wurde.
auch: Messefilm
Film für den Messestand oder über die Messeteilnahme. Loops für den Stand brauchen keine Tonspur und keine Dramaturgie, sondern starke Bilder — es sieht ohnehin niemand von Anfang an zu.
auch: MFT
Deutlich kleineres Sensorformat mit Crop-Faktor 2. Ermöglicht sehr kompakte Kameras und Objektive, verlangt aber mehr Licht für dieselbe Bildwirkung.
auch: Einverständniserklärung · Persönlichkeitsrecht
Schriftliche Zustimmung erkennbar gefilmter Personen zur Veröffentlichung. Ohne sie darf ein Gesicht nicht gezeigt werden — auch nicht das eigener Mitarbeitender.
auch: Fieldmonitor · Regiemonitor
Externer Bildschirm zur Bildkontrolle. Größer und farbverbindlicher als das Kameradisplay und für Kund:innen am Set der Platz, von dem aus mitgeschaut wird.
auch: Montagesequenz
Verdichtete Folge kurzer Einstellungen, meist musikgetrieben. Rafft Zeit und Prozesse — im Imagefilm das Standardmittel, um Fertigungsschritte oder Vielfalt zu zeigen.
Sammlung von Referenzbildern, Farbwelten und Filmausschnitten, die die angestrebte Bildsprache zeigt. Beendet die Diskussion darüber, was „modern“ oder „hochwertig“ bedeuten soll, weil alle dasselbe ansehen.
auch: Bewegtgrafik
Animierte grafische Elemente: Logos, Diagramme, Textbausteine, Icons. Im Unternehmensfilm der Standardweg, um Zahlen und abstrakte Zusammenhänge zu zeigen.
auch: Mehrkameraschnitt
Schnitt aus mehreren synchron laufenden Kameras. Spart bei Interviews und Events viel Zeit, weil zwischen den Blickwinkeln umgeschaltet statt gesucht wird.
auch: Sync-Lizenz
Das Recht, Musik zu einem Bewegtbild zu nutzen. Ein gekaufter Song deckt das nicht ab — dafür braucht es eine eigene Synchronisationslizenz.
Bildliche Umsetzung eines Songs. Folgt dem Rhythmus statt einer Handlung und lebt von einer klaren visuellen Idee.
auch: Pickup · Reshoot
Zusätzlicher Drehtermin für fehlende oder misslungene Aufnahmen. Deutlich teurer als die gleiche Einstellung am ursprünglichen Drehtag, weil Team, Anfahrt und Aufbau erneut anfallen.
auch: Medium Close-up
Brustbild. Näher am Menschen, ohne bedrängend zu wirken — häufig die zweite Kameragröße bei Interviews.
auch: Graufilter · Neutraldichtefilter
Neutralgraues Glas vor dem Objektiv, das Licht schluckt, ohne die Farbe zu verändern. Erlaubt offene Blende auch im Sonnenlicht — die Sonnenbrille für die Kamera.
auch: Abschattung · Flag · Cutter
Schwarze Fläche, die Licht wegnimmt statt hinzuzufügen. Erzeugt Kontrast und Form dort, wo ein Raum zu gleichmäßig ausgeleuchtet ist — das am meisten unterschätzte Lichtwerkzeug.
auch: Freiraum
Bewusst leer gelassene Bildfläche. Gibt dem Motiv Luft und schafft im Übrigen den Platz, in den später Text gesetzt werden kann.
auch: Tilt
Drehung um die waagrechte Achse, also nach oben oder unten. Klassisch, um Höhe erfahrbar zu machen.
auch: Umsatzsteuer · USt · MwSt
Preise für Unternehmen werden netto genannt, also ohne Umsatzsteuer. In Österreich kommen 20 Prozent hinzu, die vorsteuerabzugsberechtigte Betriebe zurückholen.
Was kostet ein Imagefilm? →auch: Node-Baum · Knoten
Ein einzelner Arbeitsschritt im Color Grading, durch den das Bild der Reihe nach läuft. Jede Korrektur bekommt einen eigenen, beschrifteten Knoten — so lässt sich eine Woche später an genau einem Regler drehen, statt das ganze Bild neu zu bauen. Parallele Nodes beeinflussen sich nicht gegenseitig.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Blickrichtungsraum · Looking Room
Der Raum vor dem Gesicht in Blickrichtung. Fehlt er, wirkt die Person gegen den Bildrand gedrückt.
auch: Verwertungsrechte · Lizenz
Regeln, wofür der fertige Film verwendet werden darf: welche Kanäle, welches Gebiet, wie lange. Der wichtigste Punkt im Vertrag — und der, der bei billigen Angeboten oft eng gefasst ist.
auch: Originalton · Sync Sound
Der am Set aufgenommene Originalton, meist gesprochene Aussagen. Trägt in Unternehmensfilmen den Inhalt — schlechter O-Ton macht einen guten Film unbrauchbar.
Aufzeichnung der gesamten Sensorfläche statt eines auf 16:9 beschnittenen Ausschnitts. Erlaubt es, aus einer Aufnahme Quer- und Hochformat zu ziehen, ohne sichtbar Qualität zu verlieren.
auch: OTS · Über-die-Schulter
Blick über die Schulter einer Person auf ihr Gegenüber. Klassiker im Dialog, weil er Blickrichtung und Raum gleichzeitig klärt.
auch: Überstunden
Drehzeit über die vereinbarte Dauer hinaus. Wird zuschlagspflichtig abgerechnet und ist fast immer die Folge einer zu optimistischen Disposition.
auch: Produktaufnahme · Product Shot
Die klassische, freigestellte Ansicht eines Produkts – meist vor neutralem Hintergrund, perfekt ausgeleuchtet, ohne Ablenkung. Im Produktfilm ist der Packshot der Moment, in dem das Produkt allein im Bild steht, oft am Ende mit Logo und Claim. Verlangt mehr Lichtaufwand als jede andere Einstellung des Drehs.
Produktfilm Wien →auch: Pauschalpaket · Produktionspaket
Ein fixer Preis für einen definierten Leistungsumfang: so viele Drehtage, so viele Filme, so viele Korrekturschleifen. Der Vorteil für Auftraggeber ist Planbarkeit, der Nachteil, dass Sonderwünsche außerhalb des Pakets extra kosten. Funktioniert gut, wenn der Umfang vorher ehrlich geklärt wurde – deshalb bieten wir drei feste Pakete statt Preis auf Anfrage.
Unsere drei Pakete →auch: Level · Aussteuerung
Die Lautstärke der Aufnahme. Zu leise ergibt Rauschen beim Anheben, zu laut irreparable Verzerrung — deshalb wird bewusst mit Reserve aufgenommen.
auch: Bildfreigabe · Schnittfreigabe
Der Punkt, ab dem am Bild nichts mehr geändert wird. Erst danach beginnen Farbkorrektur und Tonmischung, weil jede spätere Schnittänderung beide Arbeiten entwertet.
Vorstellung des Konzepts beim Auftraggeber, meist im Wettbewerb mit anderen Produktionen. Bewertet wird selten die Technik, sondern die Idee und ob man sich die Zusammenarbeit vorstellen kann.
auch: POV · Subjektive
Die Kamera nimmt den Blickwinkel einer Figur ein. Erzeugt unmittelbare Nähe, wirkt aber schnell aufgesetzt, wenn er ohne Anlass eingesetzt wird.
auch: Polarisationsfilter
Filter, der Spiegelungen auf Glas, Wasser und Lack reduziert und Himmelblau sättigt. Bei Schaufenstern und Produktaufnahmen oft der Unterschied zwischen brauchbar und unbrauchbar.
auch: Post · Nachbearbeitung
Alles nach dem Dreh: Sichtung, Schnitt, Grafik, Farbe, Ton, Export. Bei Imagefilmen oft länger als die Produktion selbst und typischerweise zwei bis vier Wochen.
auch: Fenster · Tracking-Maske
Maske im Color Grading, die einen Bildbereich isoliert — ein Gesicht, das etwas heller werden soll, eine Ecke, die zu viel Aufmerksamkeit zieht. Das Fenster folgt der Bewegung im Bild automatisch mit, sodass die Korrektur über die ganze Einstellung sitzt.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Praktikables Licht · Motivlicht
Eine im Bild sichtbare Lichtquelle: Tischlampe, Leuchtschrift, Fenster. Macht Beleuchtung glaubwürdig, weil das Licht eine erkennbare Herkunft hat.
auch: Vorproduktion · Preproduktion · Prep
Die gesamte Vorbereitungsphase: Konzept, Casting, Location, Team, Technik, Disposition. Wo hier gespart wird, wird am Drehtag doppelt bezahlt.
auch: PoA · Individuelles Angebot
Die Formel, hinter der sich in der Filmbranche meist verbirgt, dass der Preis vom Gegenüber abhängt. Für Auftraggeber bedeutet sie Vergleichsaufwand und Verhandlung, bevor überhaupt klar ist, ob das Budget reicht. Seriöser ist ein Preisrahmen mit klaren Faktoren – Drehtage, Filme, Postproduktion –, aus dem sich das Angebot nachvollziehbar ergibt.
Was kostet ein Imagefilm? →auch: PPM · Vorbesprechung
Die letzte Abstimmung vor dem Dreh, ein paar Tage vorher: Drehplan, Location, Protagonist:innen, Kleidung, Requisiten und Freigaben werden ein letztes Mal gemeinsam durchgegangen. Danach darf sich nichts Wesentliches mehr ändern. Bei kleinen Produktionen ist es ein Videocall, bei Werbespots ein Termin mit Agentur und Kunde.
Ablauf eines Imagefilm-Drehs →auch: Rehearsal
Durchlauf ohne Aufnahme. Kostet zwei Minuten und spart oft fünf Takes.
auch: Produzent:in
Verantwortet Budget, Zeitplan und Machbarkeit. Die Person, die entscheidet, ob eine Idee im Rahmen bleibt — und die Alternative vorschlägt, wenn nicht.
auch: Produktvideo
Inszenierung eines einzelnen Produkts, meist ohne Sprecher:in und stark über Bild und Ton getragen. Enthält oft Beauty-Shots, Detailaufnahmen und eine kurze Anwendungssequenz. Läuft im Shop, in Ads und auf Social.
Produktfilm Wien →auch: 25p · 50i · Halbbilder
Progressiv zeichnet volle Einzelbilder auf, interlaced nur Halbbilder im Wechsel. Interlaced stammt aus der Fernsehtechnik und wird heute vermieden, weil es im Web Kammartefakte erzeugt.
auch: Location Release · Drehgenehmigung
Zustimmung des Eigentümers, an einem Ort zu drehen und die Aufnahmen zu veröffentlichen. Bei öffentlichen Flächen tritt die behördliche Drehgenehmigung an ihre Stelle.
auch: Apple ProRes · ProRes 422 · ProRes 4444
Schnittfreundlicher Zwischencodec mit hoher Qualität und großen Dateien. Standard für Masterdateien und für die Übergabe an Grafik oder Grading.
auch: Proxydatei · Arbeitskopie
Kleine, leicht zu verarbeitende Kopie des Originalmaterials für den Schnitt. Beim Export wird automatisch auf die Originaldateien zurückgeschaltet — so lässt sich 6K-Material auf einem Laptop schneiden.
auch: Checksum · MD5 · xxHash
Rechnerischer Fingerabdruck einer Datei. Belegt, dass eine Kopie bitgenau mit dem Original übereinstimmt — die einzige verlässliche Kontrolle beim Sichern.
auch: Reserve · Contingency
Einkalkulierte Reserve für Unvorhergesehenes, üblicherweise fünf bis zehn Prozent. Wer ohne Puffer kalkuliert, verhandelt bei der ersten Änderung nach.
Langsame Fahrt auf eine Person zu. Verstärkt eine Aussage unmerklich, wenn sie langsam genug ist, dass niemand die Bewegung bemerkt.
auch: 1:1
Kompromissformat für den Feed. Nimmt mehr Fläche ein als 16:9 und ist weniger aufwendig als eine eigene Hochformat-Fassung.
auch: 16:9 · Horizontal
Standard für Website, YouTube und Präsentationen. Bleibt für alles, was länger als eine Minute läuft, das natürliche Format.
auch: Retainer · Content-Abo
Laufende Vereinbarung über regelmäßige Produktionen. Senkt die Kosten je Film erheblich, weil Konzeptarbeit, Technik und Anfahrt auf mehrere Ergebnisse verteilt werden.
Aufzeichnung der unverarbeiteten Sensordaten. Erlaubt es, Weißabgleich und Belichtung nachträglich zu ändern, als stünde man noch am Set — erzeugt aber sehr große Dateien.
Color Grading: so arbeiten wir →Die Rückspiegelung des Briefings durch die Produktion: Wir formulieren in eigenen Worten, was wir verstanden haben. Klingt förmlich, deckt aber Missverständnisse auf, solange sie noch nichts kosten.
Der Standardfarbraum für HD-Video und die Referenz, in der die meisten Filme ausgeliefert werden. Was hier richtig aussieht, sieht auf üblichen Bildschirmen richtig aus.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Persönlichkeitsrecht · Bildnisschutz
Wer erkennbar im Film zu sehen ist, muss der Veröffentlichung zustimmen – in Österreich geregelt in § 78 Urheberrechtsgesetz. Bei Mitarbeiter:innen reicht die Zustimmung nicht automatisch über den Dienstvertrag, bei Gästen und Passant:innen schon gar nicht. Praktisch heißt das: Einverständnisse vor dem Dreh einholen und Personen im Hintergrund unkenntlich oder unscharf halten.
auch: Employer-Branding-Video · Karrierevideo
Ein Film, der sich an Bewerber:innen richtet statt an Kund:innen. Er zeigt Arbeitsalltag, Kolleg:innen und Kultur — und wirkt genau dann, wenn er ehrlich bleibt. Geschönte Recruitingfilme fallen spätestens in der Probezeit auf und kosten mehr, als sie bringen.
Recruitingfilm Wien →Kurzes Hochkantvideo auf Instagram und Facebook. Die ersten anderthalb Sekunden entscheiden, ob weitergescrollt wird — deshalb steht die stärkste Einstellung am Anfang, nicht am Ende.
auch: Bounce
Fläche, die Licht zurückwirft und damit Schatten aufhellt. Silber gibt hartes, weißes Bounce weiches Licht — die günstigste Lichtquelle überhaupt.
auch: Director
Verantwortet die inhaltliche und darstellerische Umsetzung: Was wird erzählt, wie wird gespielt, wann ist eine Einstellung im Kasten. Bei kleinen Teams oft in Personalunion mit der Kamera.
auch: Nach Aufwand · Time & Material
Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand statt Pauschale. Sinnvoll für Zusatzwünsche, deren Umfang zu Beginn niemand kennt.
auch: Spesen · Diäten
Fahrt, Übernachtung und Verpflegung bei Drehs außerhalb des Standorts. Gehören ins Angebot, sonst tauchen sie in der Schlussrechnung auf.
auch: Rendern
Berechnung der fertigen Bilder aus einer Animationsszene. Kann bei 3D Stunden bis Tage dauern — ein Zeitposten, der im Terminplan berücksichtigt gehört.
auch: Props
Gegenstände, die im Bild vorkommen und die Szene glaubwürdig machen. Im Büro oft eine Frage des Aufräumens: Was im Bild liegt, erzählt mit.
auch: Foodvideo · Gastrovideo
Kurze Clips, die Appetit machen: Teller, Handwerk, Gäste. Wirken vor allem auf Instagram und im Google-Unternehmensprofil, weil dort die Entscheidung fürs Lokal fällt.
Restaurantvideo Wien →auch: Clean-up · Paint
Entfernen störender Details: Kabel im Bild, Schmutz auf der Wand, ein Logo ohne Freigabe. Am Set vermeiden ist immer billiger als in der Post entfernen.
Verfahren bei grenzüberschreitenden Leistungen innerhalb der EU, bei dem die Steuerschuld auf den Auftraggeber übergeht. Erfordert eine gültige UID-Nummer.
auch: Schnittrhythmus · Pacing
Die Abfolge von Schnittlängen über den Film. Wird meist an der Musik ausgerichtet und entscheidet darüber, ob ein Film treibt oder zieht.
auch: Richtrohr · Shotgun · Boom-Mikro
Stark gerichtetes Mikrofon, das an einer Angel über der Person geführt wird. Klingt natürlicher als ein Lavalier, verlangt aber eine Person, die es hält.
auch: Footage · Rushes · Rohdaten
Alles, was die Kamera aufgezeichnet hat, bevor geschnitten wurde. Es gehört üblicherweise der Produktionsfirma; ob und zu welchen Bedingungen der Kunde es bekommt, regelt das Angebot. Wir archivieren es zum Projekt, damit spätere Updates und neue Cutdowns ohne neuen Dreh möglich sind – genau deshalb lohnt sich die Frage vor der Beauftragung.
Imagefilm-Pakete →auch: Rough Cut
Die erste vorzeigbare Fassung: Struktur und Länge stehen, Farbe, Grafik und Tonmischung fehlen. Der richtige Zeitpunkt für inhaltliche Änderungswünsche — später werden sie teuer.
auch: Atmo · Raumatmosphäre
Eine Minute Stille am Drehort, aufgenommen ohne Sprache. Klingt nach nichts, wird im Schnitt aber gebraucht, um Lücken zwischen Sätzen natürlich klingen zu lassen.
auch: Zimmer-Rundgang · Walkthrough
Eine ununterbrochene oder nur sanft geschnittene Kamerabewegung durch ein Zimmer, eine Suite oder ein Restaurant. Für Hotels das Format mit dem klarsten Nutzen, weil Gäste vor der Buchung genau das wissen wollen: Wie groß ist es wirklich, wo ist das Fenster, wie sieht das Bad aus. Lebt von Gimbal, Weitwinkel und einem aufgeräumten Raum.
Hotelvideo Wien →Das durchgehende Motiv, das die Teile zusammenhält — eine Person, eine Frage, ein Ort. Ohne ihn zerfällt ein Film in Kapitel.
auch: Roto
Manuelles Freistellen von Bildbereichen Bild für Bild, wenn kein Greenscreen vorhanden ist. Sehr zeitaufwendig und entsprechend teuer.
auch: Title Safe · Schutzbereich
Der Bereich, der auf allen Ausspielwegen sichtbar bleibt. Wichtig auf Social, weil Bedienelemente und Profilnamen den unteren Bildrand überdecken.
auch: Saturation
Die Intensität der Farben. Hochwertige Filme sind selten stark gesättigt; zurückgenommene Farben wirken teurer als kräftige.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Tiefenschärfe · Depth of Field · DoF
Der Bereich vor und hinter dem Fokuspunkt, der scharf erscheint. Gering bei offener Blende, langer Brennweite und großem Sensor. Das wichtigste Werkzeug, um den Blick zu lenken.
auch: Focus Pull · Rack Focus
Bewusste Verschiebung der Schärfe innerhalb einer Einstellung, etwa vom Produkt zum Gesicht. Lenkt den Blick, ohne zu schneiden.
auch: Cut · Hartschnitt
Der direkte Wechsel von einer Einstellung zur nächsten. Die unauffälligste und mit Abstand häufigste Übergangsform — Überblendungen sind die Ausnahme, nicht die Regel.
auch: Trainingsvideo · E-Learning-Video
Vermittelt Abläufe an Mitarbeiter:innen. Rechnet sich schnell, weil es Schulungen ersetzt, die sonst jede Person einzeln durchlaufen müsste.
auch: Shot Reverse Shot
Wechsel zwischen zwei Gesprächspartnern. Setzt eine eingehaltene Handlungsachse voraus, sonst kippt die Blickrichtung.
auch: Pan
Drehung der Kamera um die senkrechte Achse. Führt den Blick über eine Szene; braucht einen Anfangs- und einen Endpunkt, die beide für sich funktionieren.
auch: Leistungsausweitung
Das schleichende Wachsen des Projektumfangs durch viele kleine Zusatzwünsche. Wird gefährlich, weil jeder einzelne Wunsch harmlos wirkt und die Summe das Budget sprengt.
auch: Bildschirmersetzung
Nachträgliches Einsetzen von Bildschirminhalten in Monitore und Handys im Bild. Löst das Problem, dass echte Displays flackern oder vertrauliche Daten zeigen.
auch: Continuity · Anschlussüberwachung · Script
Achtet darauf, dass Details über Einstellungen hinweg zusammenpassen: Kaffeetasse halb voll, Ärmel hochgekrempelt, Uhrzeit im Bild. Fehler hier fallen erst im Schnitt auf, wenn niemand mehr nachdrehen kann.
auch: Inszeniert
Gegenstück zum dokumentarischen Stil: Jede Einstellung ist geplant, Dialoge sind geschrieben, Darsteller:innen spielen. Ergibt volle Kontrolle über die Aussage, kostet aber Vorbereitung, Casting und Drehzeit.
auch: Aspect Ratio · Bildformat
Das Verhältnis von Breite zu Höhe. 16:9 für Website und YouTube, 9:16 für Reels und Stories, 1:1 für den Feed, 2,39:1 für Kino-Anmutung.
auch: Bildsensor
Der lichtempfindliche Chip, der das Bild aufzeichnet. Seine Größe bestimmt Bildwirkung, Rauschverhalten und Schärfentiefe — deshalb ist sie ein Qualitätsmerkmal, nicht nur eine technische Angabe.
Der Drehort während der Aufnahme, inklusive aller Absperrungen und Regeln. „Am Set“ heißt: Gespräche leise, Telefone aus, niemand läuft durchs Bild.
auch: Einstellungsliste
Liste aller geplanten Einstellungen mit Größe, Bewegung und Ort. Wird am Drehtag abgehakt und ist die Versicherung dagegen, dass am Ende eine Einstellung fehlt, die im Schnitt gebraucht wird.
auch: Demoreel
Zusammenschnitt der besten Arbeiten einer Produktionsfirma oder einer einzelnen Person. Dient als Arbeitsprobe, nicht als Werbung für ein Produkt.
Unser Showreel →auch: Safety Briefing
Kurze Einweisung zu Kabeln, Stativen, Stromlast und Fluchtwegen vor Drehbeginn. Pflicht, sobald am Set Menschen unterwegs sind, die nicht zum Team gehören.
auch: Screening · Materialdurchsicht
Das vollständige Durchsehen und Bewerten des gedrehten Materials. Unspektakulär und zeitintensiv, aber die Grundlage jeder guten Schnittentscheidung.
Kurze Schiene für dezente seitliche Bewegungen. Das günstigste Mittel, um statische Einstellungen lebendig zu machen.
auch: Cutdown · Social Cut · Cutout
Eine Kurzfassung des Hauptfilms, geschnitten für einen bestimmten Kanal — meist hochkant, untertitelt und auf 15 bis 30 Sekunden verdichtet. Entsteht aus vorhandenem Material und ist deshalb der günstigste Weg zu mehr Content.
Lichtformer, der eine kleine Quelle in eine große, weiche verwandelt. Große Fläche nah am Motiv ergibt weiche Schatten — das ist der ganze Trick weichen Lichts.
Die bewusste Gestaltung der gesamten Tonebene: Effekte, Atmosphären, Übergänge. Wirkt unterschwellig und ist der Grund, warum manche Filme „teurer“ klingen als andere.
auch: Geschwindigkeitsrampe
Fließender Wechsel der Abspielgeschwindigkeit innerhalb einer Einstellung. Wirkungsvoll bei Bewegungen; funktioniert sauber nur, wenn mit hoher Bildrate gedreht wurde.
auch: CFexpress · SD-Karte · Medien
Aufzeichnungsmedium in der Kamera. Hohe Aufnahmeformate verlangen schnelle und entsprechend teure Karten; eine zu langsame Karte bricht die Aufnahme mitten im Take ab.
auch: Embargo
Frist, vor deren Ablauf ein Film nicht veröffentlicht werden darf. Typisch bei Produktneuvorstellungen und Pre-Launch-Produktionen.
auch: Warp Stabilizer
Nachträgliches Beruhigen wackliger Aufnahmen in der Software. Kostet Bildrand und kann bei starkem Eingriff einen gummiartigen Verzug erzeugen.
auch: Tripod
Dreibein mit Fluidkopf für ruhige Bilder und gleichmäßige Schwenks. Der Fluidkopf ist dabei wichtiger als die Beine — er entscheidet, ob ein Schwenk sauber anläuft.
Mechanisches Tragesystem mit Weste und Federarm, das Körperbewegungen von der Kamera entkoppelt. Erzeugt einen charakteristisch schwebenden Gang, den ein Gimbal nur annähert.
auch: Job-Video · Job-Ad-Video · Video-Stellenanzeige
Die kurze, konkrete Schwester des Recruitingfilms: 30 bis 60 Sekunden für eine bestimmte Position, eingebettet in die Stellenanzeige oder als Social Ad ausgespielt. Zeigt Arbeitsplatz, Team und die Person, mit der man später zusammenarbeitet. Entsteht meist als Cutdown aus dem Recruitingfilm-Dreh, weil derselbe Drehtag beide Formate liefert.
Recruitingfilm Wien →auch: Ausfallhonorar
Regelt, welche Kosten bei kurzfristiger Absage anfallen. Übliche Staffelungen greifen ab zwei bis sieben Tagen vor Drehbeginn, weil Team und Technik dann fest gebucht sind.
Zeichnerische Vorwegnahme der wichtigsten Einstellungen. Klärt Bildausschnitt, Perspektive und Anschluss, bevor jemand am Set steht. Muss nicht schön sein — es muss verständlich sein.
Kontrollierter Raum mit voller Herrschaft über Licht, Ton und Hintergrund. Teurer in der Miete, oft billiger im Ergebnis, weil nichts schiefgehen kann.
auch: Sound off · Muted Autoplay
Der Normalzustand auf Social. Wer den Inhalt nur über die Tonspur transportiert, verliert den Großteil des Publikums — Untertitel sind kein Extra, sondern Voraussetzung.
auch: Kostüm · Wardrobe
Kleidung der Personen im Bild. Feine Muster, grelles Weiß und Logos machen im Video Probleme; ein kurzer Hinweis vorab spart die Diskussion am Drehtag.
Sensorgröße, die dem klassischen Kinofilmformat entspricht und über Jahrzehnte den Look des Kinos geprägt hat. Etwas kleiner als Vollformat, mit entsprechend größerer Schärfentiefe.
Spiegelgleicher Bildaufbau. Wirkt geordnet und formal — passend für Architektur und Präzisionsprodukte, unpassend für spontane Situationen.
auch: Setdesign · Production Design
Die gestaltete Umgebung vor der Kamera. Reicht vom kompletten Studioaufbau bis zum Umstellen zweier Stühle — beides verändert das Bild deutlich.
auch: Tagesgage
Preis pro Person und Drehtag. Übliche Abrechnungsform für einzelne Gewerke wie Kamera, Ton oder Licht.
auch: Einstellung · Aufnahme
Ein einzelner Aufnahmeversuch. Mehrere Takes derselben Einstellung sind normal — im Schnitt wird der beste verwendet, manchmal auch die Kombination aus zweien.
Sehr kurzer Anreißer, der neugierig macht, ohne zu erklären. Erscheint meist vor dem eigentlichen Film, um Aufmerksamkeit aufzubauen.
auch: Equipment Rental · Verleih
Anmietung von Kamera, Licht oder Spezialtechnik für einzelne Drehtage. Sinnvoller als Anschaffung, sobald etwas nur selten gebraucht wird.
Zweiter Besuch am Drehort mit den technischen Gewerken. Hier wird festgelegt, wo Lampen stehen, woher Strom kommt und ob das Equipment durch die Tür passt.
auch: Tele
Lange Brennweite mit engem Bildwinkel. Holt Entferntes heran, komprimiert die Raumtiefe und trennt Personen sauber vom Hintergrund.
auch: Kundenstimme · Referenzvideo
Ein zufriedener Kunde oder eine Mitarbeiterin erzählt selbst, was das Unternehmen für sie geleistet hat. Wirkt stärker als jede Eigenaussage, weil die Glaubwürdigkeit von außen kommt. Braucht Vorbereitung, aber kein Skript — auswendig Gelerntes hört man sofort.
auch: Vorschaubild · Startbild
Das Standbild vor dem Abspielen. Entscheidet auf YouTube maßgeblich über die Klickrate — und wird deshalb bewusst gewählt, nicht dem Zufall überlassen.
auch: TC
Fortlaufende Zeitmarke, die Kamera und Tonaufnahme gemeinsam führen. Erlaubt automatische Synchronisation im Schnitt und ersetzt das Suchen nach dem Klappenschlag.
auch: Schnittzeitleiste · Sequenz
Die Arbeitsfläche im Schnittprogramm, auf der Bild-, Ton- und Grafikspuren übereinanderliegen.
auch: Titel · Opener-Animation
Animierter Vor- oder Abspann mit Logo und Claim. Sollte kurz sein — bei Filmen unter zwei Minuten kostet ein langer Vorspann wertvolle Aufmerksamkeit.
auch: Boom · Angel
Ausziehbare Stange für das Richtmikrofon. Wird knapp außerhalb des Bildausschnitts geführt — der klassische Fehler ist die Angel, die von oben ins Bild ragt.
auch: Tonassistenz · Sound Recordist
Verantwortet die Tonaufnahme am Set: Mikrofonwahl, Pegel, Störgeräusche. Der einzige Gewerk, dessen Fehler sich in der Post kaum reparieren lassen.
auch: Mix · Abmischung
Das Ausbalancieren aller Tonspuren zueinander: Sprache vorn, Musik darunter, Effekte dazwischen. Der Schritt, der über die Verständlichkeit entscheidet.
auch: Draufsicht · Bird's Eye
Senkrecht von oben. Beliebt für Arbeitsflächen, Food und Produktanordnungen, weil er Ordnung und Handwerk zeigt.
auch: Wide Shot · Long Shot
Weite Einstellung, die Person und Umgebung zeigt. Ordnet ein und schafft Überblick, eignet sich aber nicht für Emotion.
auch: Motion Tracking
Verfolgen eines Punkts oder einer Fläche über die Zeit, damit eingefügte Elemente die Kamerabewegung mitmachen. Grundlage für alles, was fest im Bild verankert wirken soll.
Etwas länger als der Teaser und inhaltlich konkreter: Er zeigt, worum es geht, und endet mit einer Aufforderung. Im Unternehmenskontext meist der Vorspann zu einer Kampagne oder einem Event.
auch: Konvertierung
Umwandlung von einem Codec in einen anderen. Jeder Durchgang kostet Qualität — deshalb wird möglichst direkt vom Master exportiert.
auch: Abschrift
Verschriftlichung des gesprochenen Inhalts. Nützt der Auffindbarkeit, weil Suchmaschinen kein Video hören können — und der Barrierefreiheit.
Beschreibung des Films in Prosa, bevor ein einziges Bild existiert: Aufbau, Tonalität, Bildsprache, ungefähre Szenenfolge. Das zentrale Freigabedokument — wer hier zustimmt, weiß, was er bekommt.
auch: Blende · Dissolve · Crossfade · Kreuzblende
Weicher Übergang, bei dem sich zwei Einstellungen überlagern. Signalisiert Zeitsprung oder Ortswechsel; inflationär eingesetzt wirkt sie altbacken.
auch: Firmenfilm · Corporate Video
Nüchterner als der Imagefilm: Er erklärt Standort, Leistungen, Abläufe und Team eher informativ als emotional. Häufig etwas länger und stärker gegliedert, weil er konkrete Fragen beantworten soll. Die Grenze zum Imagefilm ist fließend und in der Praxis oft eine Frage der Gewichtung.
Unternehmensfilm Wien →auch: Froschperspektive · Low Angle
Kamera unterhalb der Augenhöhe, Blick nach oben. Lässt Personen und Gebäude größer und dominanter wirken.
auch: Subtitles · Captions · SRT
Eingeblendeter Text der gesprochenen Sprache. Auf Social praktisch Pflicht, weil ein Großteil ohne Ton schaut — und zugleich ein Beitrag zur Barrierefreiheit.
Das Recht am eigenen Werk, das in Österreich und Deutschland beim Urheber verbleibt und nicht übertragen werden kann. Übertragen werden immer nur Nutzungsrechte.
auch: VND
Stufenlos regelbarer Graufilter. Schnell in der Anwendung, kann bei starker Regelung aber Farbstiche und dunkle Kreuze im Bild erzeugen.
auch: Vectorscope · Hauttonlinie
Messanzeige, die die Farbverteilung eines Bildes als Punktwolke zeigt. Ihre wichtigste Linie ist die Hauttonlinie: Menschliche Haut liegt unabhängig von der Herkunft entlang dieser Diagonalen. Wir prüfen damit jede Einstellung mit einem Menschen darin — das Auge allein täuscht nach zwei Stunden am Grading-Platz.
Color Grading: so arbeiten wir →auch: Shutter · Belichtungszeit
Wie lange jedes Einzelbild belichtet wird. Im Film an die Bildrate gekoppelt: Bei 25 fps ist 1/50 Sekunde der Normalfall, weil so die gewohnte Bewegungsunschärfe entsteht.
auch: Visual Effects · Spezialeffekte
Sammelbegriff für alles digital Erzeugte oder Veränderte im Bild. Im Unternehmensfilm meist unsichtbare Arbeit — die auffälligen Effekte sind die Ausnahme.
Maßnahmen, damit ein Video gefunden wird: sprechender Titel, Beschreibung, Transkript, strukturierte Daten. Ohne sie bleibt selbst ein guter Film unsichtbar.
auch: Schema.org · Strukturierte Daten
Maschinenlesbare Auszeichnung eines Videos im Quelltext. Ermöglicht Videovorschauen direkt in den Suchergebnissen.
Abdunklung der Bildränder. Lenkt den Blick zur Mitte; wird sie bemerkt, ist sie zu stark.
auch: VO · Off-Stimme · Sprecher:in
Gesprochener Kommentar über dem Bild, meist im Studio aufgenommen. Ordnet ein und rafft — kann einen Film aber auch belehrend machen, wenn er alles erklärt, was ohnehin zu sehen ist.
auch: Full Frame · Kleinbild
Sensorgröße von 36 × 24 mm. Ergibt bei gleicher Bildeinstellung geringere Schärfentiefe und ein weicheres Hintergrundbild als kleinere Sensoren — der Grund, warum Vollformat oft als „cineastischer“ empfunden wird.
auch: Foreground · Foreground Element
Bewusst gesetztes unscharfes Element vor dem Motiv — eine Pflanze, ein Türrahmen, eine Schulter. Erzeugt Tiefe und den Eindruck, dabei zu sein statt zuzusehen.
auch: Wellenform · Belichtungsmesser
Grafische Darstellung der Helligkeitsverteilung im Bild. Zeigt objektiv, ob Lichter ausbrennen oder Schatten absaufen — verlässlicher als das Auge auf einem Display in der Sonne.
Color Grading: so arbeiten wir →Licht aus einer großen Fläche mit fließenden Schattenkanten. Schmeichelhaft und für Interviews der Normalfall.
auch: White Balance · WB
Einstellung, die der Kamera sagt, welche Lichtfarbe als Weiß gelten soll. Falsch gesetzt ergibt er blaue oder orangestichige Bilder; in RAW nachträglich korrigierbar, sonst nur begrenzt.
Kurze Brennweite mit großem Bildwinkel. Zeigt viel Raum, betont Vordergrundobjekte und verzerrt Gesichter aus der Nähe — für Porträts deshalb ungeeignet.
auch: Commercial · TV-Spot
Kurzformat mit klarer Verkaufsabsicht, meist 15, 20 oder 30 Sekunden. Die Länge ist keine kreative Entscheidung, sondern eine Vorgabe des Werbeplatzes.
auch: Weather Day
Ersatztermin für wetterabhängige Außendrehs. Wird als Option gebucht und nur bei Bedarf berechnet — deutlich günstiger als eine kurzfristige Neuplanung.
auch: Drehschluss · That's a wrap
Das offizielle Ende des Drehtags, ausgerufen von Regie oder Aufnahmeleitung, sobald die letzte Einstellung im Kasten ist. Danach wird abgebaut, Material gesichert und die Location übergeben. Wichtig für die Kalkulation: Der Drehtag endet mit dem Wrap, nicht mit der letzten Aufnahme – der Abbau gehört dazu.
Frist, innerhalb derer eine Rechnung zu begleichen ist, meist 14 bis 30 Tage.
Schraffur im Sucherbild, die überbelichtete Bereiche markiert. Einfache Warnung vor Details, die sich später nicht mehr zurückholen lassen.
auch: Slow Motion · Slowmo
Verlangsamte Wiedergabe. Setzt eine höhere Aufnahmebildrate voraus — nachträglich verlangsamtes 25p ruckelt, egal welche Software zum Einsatz kommt.
auch: Timelapse
Stark beschleunigte Wiedergabe aus Einzelbildern in großen Zeitabständen. Zeigt Prozesse, die in Echtzeit nicht sichtbar wären — Aufbau, Wetter, Baufortschritt.
Die Menschen, für die der Film gemacht ist. Bestimmt Tonalität, Länge und Kanal — ein Film für Einkäufer:innen im Anlagenbau sieht anders aus als einer für Lehrlinge.
Änderung der Brennweite während der Aufnahme. Wirkt anders als eine Fahrt, weil sich der Raum nicht verändert, sondern nur der Ausschnitt. Im dokumentarischen Stil bewusst sparsam eingesetzt.
Objektiv mit variabler Brennweite. Flexibel, wenn es schnell gehen muss, aber typischerweise weniger lichtstark als eine Festbrennweite.
auch: Klick-Fassade · Click to Load
Verfahren, bei dem statt des Videos zunächst nur ein Vorschaubild geladen wird. Erst der aktive Klick stellt die Verbindung zum Anbieter her — der saubere Weg für DSGVO-konforme Einbettungen.
auch: Two Shot
Zwei Personen in einer Einstellung. Zeigt Beziehung und räumliche Nähe, ohne dass geschnitten werden muss.
auch: Hohlkehle · Cyc
Fugenlos in die Wand übergehender Studioboden, der einen endlosen Hintergrund erzeugt. Standard für Porträts und Produktaufnahmen vor Weiß.
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